Acht-Megapixel-Kameras Starkes Doppelpack
Die neue Spiegelreflexkamera Canon EOS 20D hat sich im Vergleich zu ihrer Vorgängerin, der EOS 10D, vor allem in einem Punkt verbessert: Sie ist bedeutend schneller. Richtig fix ist die semiprofessionelle 20D beim Einschalten (0,2 Sekunden), bei der Datenübertragung (erste Canon-Spiegelreflex mit USB 2.0 High Speed) und der minimalen Verschlusszeit (1/8000 Sekunde). Außerdem kann die 8,2-Megapixel-Kamera mit ihrer Serienbildfunktion fünf Bilder pro Sekunde und bis zu 23 Bilder in Folge aufnehmen. Verantwortlich für die gesteigerte Geschwindigkeit ist vor allem der neue DIGIC-II-Prozessor, der auch im Profimodell EOS-1D Mark II zum Einsatz kommt.
Verbessert wurde zudem der Autofokus, der mit neun Messfeldern auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch schnell scharf stellt. Für eine gute Belichtung sorgt die E-TTL-II-Technologie, die die Entfernung zum Motiv berücksichtigt. Die Kamera ist mit allen EF- beziehungsweise EF-S-Objektiven sowie mit den Blitzgeräten der Canon-EX-Reihe kompatibel, so auch mit dem neuen Speedlite 580EX. Dieser Systemblitz übermittelt der Kamera Informationen über die Farbtemperatur, mit deren Hilfe der Weißabgleich automatisch korrigiert werden kann.
Weiteres neues Zubehör für die EOS 20D sind die beiden Objektive EF-S 10-22 mm (16-35 mm Kleinbild-Äquivalent) und EF-S 17-85 mm (27-136 mm KB-Äquivalent). Letzteres verfügt über einen optischen Bildstabilisator. Interessant ist darüber hinaus noch, dass die 20D mit dem so genannten Data Verification Kit kompatibel ist, mit dem die Echtheit von Bildern nachgewiesen werden kann. Im Handel kostet die Canon EOS 20 D rund 1600 Euro (Preisempfehlung des Herstellers).
Nikon macht seinen Konkurrenten in diesem Herbst das Leben schwer. Neben dem Profimodell D2X präsentieren die Japaner noch zwei Acht-Megapixel-Kameras aus der Coolpix-Reihe, die Nikon Coolpix 8400 und 8800. Die beiden Modelle sind im Wesentlichen gleich ausgestattet und unterscheiden sich fast nur im Design und Linsensystem. Die kleinere 8400 besitzt ein 3,5-faches Zoom, das mit seinen 24 bis 85 mm Kleinbild-Äquivalent das weitwinkelstärkste Objektiv ist, das es bisher bei kompakten Digitalkameras gibt. Erweitern lässt sich der Brennweitenbereich noch durch den Fisheye-Konverter FC-E9 (neun mm Kleinbild-Äquivalent) und den Weitwinkel-Konverter WC-E75 (18 mm).
Einmalig ist auch die Coolpix 8800. Sie ist die erste Acht-Megapixel-Kamera mit einem zehnfachen Zoom (35-350 mm Kleinbild-Äquivalent). Zudem ist sie die erste Kompaktdigitalkamera von Nikon, die über die Vibration-Reduction-Technologie zur Bildstabilisation verfügt. Damit sind aber auch fast schon alle Unterschiede zwischen den beiden Modellen genannt. Der Vollständigkeit halber muss hier nur noch der Hybrid-Autofokus der 8400 erwähnt werden.
Beide Kameras besitzen die iTTL-Blitzbelichtungsmessung und -steuerung, die auch in der D-Serie für eine bessere Bildqualität verantwortlich ist. Zudem sind sie in der Lage rote Augen kameraintern zu erkennen und zu retuschieren (Advanced Red-Eye Reduction) sowie dunkle Stellen im Bild aufzuhellen (D-Lightning). Hinzu kommen eine USB-2.0-Schnittstelle, ein dreh- und schwenkbarer 1,8-Zoll-LC-Farbbildschirm und eine Infrarot-Fernbedienung. Zu haben sind beide Modelle ab Oktober für rund 1000 Euro (8400) beziehungsweise 1100 Euro (8800).