Apple 1: Alte Rechner, neue Programme - DER SPIEGEL
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Apple 1 Alte Rechner, neue Programme

Mit einer umfangreichen Internet-Strategie und einem neuen Betriebssystem will der US-Computerhersteller Apple die Konkurrenz das Fürchten lehren.
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San Francisco - Künftig können alle Apple -Kunden kostenlos auf eine Reihe von Internet-Dienstleistungen zugreifen. Das neue Projekt mit dem Namen "iTools " hat Apple-Chef Steve Jobs jetzt auf der Computermesse MacWorld  in San Francisco vorgestellt. Von neuer Hardware war in Jobs' Ansprache, entgegen ersten Erwartungen, allerdings nicht die Rede.

Unter dem Label mac.com will Apple, so Jobs, einen kostenlosen E-Mail-Dienst anbieten, der über alle gängigen E-Mail-Programme angesteuert werden kann. Mit "iDisk" soll den Mac-Anwendern eine Möglichkeit geboten werden, Daten zu speichern. Auf einer "virtuellen Diskette" im weltweiten Datennetz kann der Anwender bis zu 20 Megabyte Daten ablegen und von überall auf der Welt wieder abrufen. Werkzeuge für eine eigene Homepage und ein Internet-Kinderschutzprogramm namens "KidSafe" runden das Angebot ab.

"Mac-Anwender können ab sofort Dinge im Internet erleben, von denen Wintel-Nutzer nur träumen können", sagte Jobs in Anspielung auf die Allianz von Windows und Intel im PC-Bereich. Eine Entwicklung, bei der Microsoft nicht abseits stehen will. Wie der Software-Gigant am Mittwoch bekannt gab, soll Anfang März die Version 5.0 des Internet Explorers für den Macintosh verfügbar sein. Der neue Internet Explorer soll, so ein Microsoft-Manager, "mindestens 50 Prozent schneller" als seine Vorgängerversion sein.

Daneben verspricht Microsoft mehr Stabilität, verbessertes Offline-Browsing, Audio- und Video-Unterstützung sowie einen "Auktions-Manager", der den Benutzer über aktuelle Auktionen auf dem Laufenden halten soll. Der Konzern aus Redmond erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit Apple eine bessere Position in der Auseinandersetzung mit AOL und Netscape. Der Internet Explorer soll sogar mit der nächsten Version des Apple Betriebssystems, OS X, verbunden werden.

Mac OS X, bereits seit langem angekündigt, wird nun im Sommer auf den amerikanischen Markt kommen. Neben einer neuartigen Benutzeroberfläche namens "Aqua" kommt das Betriebssystem unter anderem auch mit einer eingebauten E-Mail-Funktion daher.