Apple Cube: Schluss mit der Würfelei - DER SPIEGEL
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Apple Cube Schluss mit der Würfelei

Schon lange hatte Computerhersteller Apple mit Absatzproblemen seines würfelförmigen Modells G4 Cube zu kämpfen. Nun wurde die Herstellung der "Designer-Revolution" eingestellt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Cupertino - Bereits in den vergangenen Monaten hatte sich das Schicksal des schicken kleinen Plexiglaswürfels abgezeichnet. Wegen der schwachen Verkaufszahlen hatte Apple die empfohlenen Verkaufspreise für den G4 Cube immer wieder gesenkt. Gleichzeitig wurde die technische Ausstattung aufgebessert, unter anderem gehörte seit einiger Zeit ein CD-Brenner zur Standardausstattung. Geholfen hatten diese Aktionen allerdings kaum. Das Designjuwel blieb ein Ladenhüter.

Wurden im ersten Quartal dieses Jahres wenigstens noch 29.000 Würfel-Rechner verkauft, sank diese Zahl im zweiten Quartal auf erschreckend niedrige 12.000 Stück. "Die Besitzer der Cubes mögen ihre Rechner, aber die meisten Neukunden entschließen sich, lieber einen G4 Minitower zu kaufen", begründete Apples Vize Phil Schiller die miesen Ergebnisse.

Cube on the rocks?

Ob das nun verkündete Aus für den G4 endgültig ist, lässt sich allerdings noch nicht sagen. Immerhin trägt die am Dienstag von Apple verbreitete Pressemitteilung den verheißungsvollen Titel "Apple legt den Würfel auf Eis". Also doch nur ein vorläufiger Produktionsstopp? Das ist zwar laut Apple möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Es gebe eine "kleine Chance", dass der Würfel - dann mit Sicherheit in einer technisch aufgebesserten Version - wieder in das Angebot aufgenommen wird. Im Moment gebe es allerdings keine konkreten Pläne, dies auch zu tun.

Erfolgreicher als der beim Start vor einem Jahr noch überall gefeierte Klarsichtwürfel scheint sich indessen Apples neueste Entwicklung zu verkaufen. Die tragbaren Titanium-Rechner halfen der Firma aus Cupertino im letzten Quartal sogar wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Von den Titanium-Laptops wurden allein im zweiten Quartal 115.000 Stück verkauft - eine Zahl, bei der der G4 Cube einfach nicht mithalten konnte.