Archos Multimedia Jukebox Der Entertainment-Flachmann
Davon, sagt Archos, passen so 30 bis 50 Stunden in die Kiste, frisch vom Fernseher gezogen. Dass dies eine Einbahnstraße ist, wird spätestens klar, wenn man sich die Dimensionen der "Multimedia Jukebox" klar macht: 10 Gigabyte Speicherkapazität bietet die Festplatte des Multi-Players - für ein MP3-Gerät eine stolze Größe, für einen digitalen Videorecorder klar zu klein.
Aber klein sind auch die im CIF-Format gespeicherten Filmbilder, die die Jukebox übrigens nicht unbedingt über das Fernsehen beziehen muss: So ganz nebenbei besitzt der ambitionierte Multimedia-Player auch eine Digitalkamera-Funktion, mit der sich sowohl Bilder als auch Filme aufzeichnen lassen. Als "Bildbetrachter" wird in der Regel der eingebaute LCD-Monitor herhalten müssen, doch natürlich geht das auch am PC. Dort lassen sich selbstverständlich auch die Videos ansehen, und zwar in "VHS-Qualität" - so lange man das Bild nicht zu groß zieht - komprimiert wird hier nach dem MPEG4-Standard.
Von all dem sieht man nichts, und tatsächlich ist das auch gar nicht möglich: Zunächst einmal ist die Jukebox eine Jukebox, der Rest wird über entsprechende "Add-Ons" ans Gerät geflanscht. Noch im Laufe des Jahres soll alles in den Läden zu haben sein, 1,3 Megapixel-Kamera, Videorecorder-Einheit, Photo-Modul als Bildspeichermedium, MP3-Recorder und - Hochrüstung muss sein - natürlich auch passende Wechselspeicher.
Zum Pausenhof-Knüller wird das Gerät also wohl allenfalls in den Vierteln der deutlich besser Betuchten werden: Für 448 Euro ist man gerade stolzer Besitzer des Basismoduls. Die Preise der Module - immerhin vier an der Zahl - stehen nicht fest, aber Wühltisch-Ware wird kaum darunter sein.
Interessanter für den Pausenhof sind da schon die an Möglichkeiten ärmeren, aber satt proportionierten MP3-Player von Archos: Die gibt es als Player mit der Doppelfunktion "externe Festplatte" mit stolzen 20 GB Volumen und sogar als Player/Recorder/Harddisk in ähnlicher Ausstattung. (Halle 21, Stand A61)