Aufgegeben POP.com kommt nicht
Los Angeles - Am Wochenende beschlossen die Verantwortlichen der beiden Unternehmen, darunter die Regisseure Steven Spielberg und Ron Howard, die Schließung von POP.com , da sich kein Käufer fand. In der vergangenen Woche sah es noch so aus, als wolle das unabhängige Filmportal IFILM das Portal übernehmen.
"Trotz großer Namen hatten wir das Gefühl, dass es nie einen umfassenden Geschäftsplan gab", sagte Sanjay Malhotra von der Investmentfirma BrandWidth Capital. Die Beteiligten hätten offenbar angenommen, wenn nur genügend Namen und viel Geld zusammengebracht würden, werde das Angebot schon laufen.
Im vergangenen Oktober war POP.com mit großem Werbeaufwand gestartet. Das Internetangebot versprach einen Mix aus Liveübertragungen und Videofilmen. Das Unternehmen steuerte eigenes Material bei und kaufte Filme ein. Trotz Zusagen der Komiker Eddie Murphy und Steve Martin zur aktiven Mitarbeit wurden nicht mehr als ein paar Pressemitteilungen auf der Site veröffentlicht.
"Der Markt hat sich seit unserer ersten Ankündigung sehr verändert, daher ist er für uns nicht mehr rentabel", sagte die Sprecherin von DreamWorks, Vivian Mayer. Die meisten der 80 Angestellten in Glendale in Kalifornien sollen bis Ende der Woche entlassen werden. Was mit den bereits produzierten Angeboten von POP.com geschehen werde, sei noch nicht klar.