Blog-Service Yahoo wird privat
"Persönliche Internet-Plattform für den digitalen Lifestye" nennt Yahoo den neuen Dienst. Gedacht ist das Ganze als eine Art permanenter Newsletter für Freunde und Bekannte, die man dort sowohl über die Geburt des eigenen Kindes als auch über die Qualität des gestrigen Abendessens unterrichten kann. In den USA ist der Dienst schon seit einiger Zeit verfügbar.
Spezielle Rubriken an den Seitenrändern sind für eigene Restaurantkritiken, Plattenbesprechungen oder Lieblingsbuch-Listen gedacht. Die Möglichkeit, Fotos oder Blog-Einträge von Freunden einzubinden, soll informelle, Yahoo-interne Miniaturnetzwerke von miteinander bekannten Menschen schaffen.
"360°" versucht also, verschiedene mit dem Modewort "Web 2.0" in Verbindung gebrachte Funktionalitäten zu verknüpfen und seine Nutzer gleichzeitig an Yahoo zu binden. Das Gesamtkonzept ähnelt stark dem von Community-Plattformen wie MySpace, LiveJournal oder Facebook. Gerade die gerieten in den letzten Tagen wieder ins Gerede - weil Jugendliche dort Privatinformationen und Bilder von sich veröffentlichen, die sie zu Zielen von Pädophilen auf der Suche nach leichter Beute machen könnten.