Browser-Tuning Futter für den Feuerfuchs
Nirgendwo anders als beim Mozilla-Browser Firefox kann man eines besser ablesen: Die meisten weltbewegenden Errungenschaften sind entweder aus großem Eifer oder unglaublicher Faulheit entstanden. Und was die freie Entwicklerszene an Anstrengungen unternimmt, dem täglichen Browser und Internetwahnsinn entgegenzutreten, sucht Seinesgleichen. Kleine Programm-Erweiterungen , sogenannte Extensions ergänzen den eh schon tollen Browser um heftig vermisste Features, bereinigen Macken oder bringen dem Firefox gänzlich unerwartete Tricks und Spielereien bei.
Oft sind das nur Kleinigkeiten, die den mitunter holprigen Weg durchs Internet ein wenig glätten oder um teils geniale Abkürzungen ergänzen und erst auffallen, wenn man seinen Rechner neu aufsetzt oder im Büro vom alten Internet Explorer genervt wird. Was dabei aber vielfach auch unter den Tisch fällt: Wer sich das Internet per Browser-Modifikationen so macht, wie es ihm gefällt, der macht schon heute, was Web-Propheten unter so schillernden Titeln wie Web 2.0 erst für die Zukunft vorhersagen: Ein Internet, das sich individuellen Wünschen und Vorlieben beugt, Websites, die so aussehen, wie der User das will und ein Netz, das die Erfahrungen und Fähigkeiten aller User zusammenbringt und füreinander nutzbar macht.
Andere Browser, allen voran Opera, haben derartige Zusatzfunktionen schon länger an Bord. Firefox profitiert jedoch von der regen Community, die binnen weniger Monate Add-ons für jeden erdenklichen Zweck auf die Beine gestellt hat. Von Vorteil ist dabei, dass Firefox-Extensions zum einen recht simpel zu programmieren sind, dass das viele Leute auch können und die vielen Anwender von alldem gar nichts mitbekommen. Ein Mausklick, ein Firefox-Neustart und schon kann man in Bilder hineinzoomen, per Mausgesten über Websites navigieren oder per Browser den Mediaplayer fernsteuern.
Allein auf der Mozilla-Website finden Websurfer mit Willen zur Veränderung über 1500 der Browser-Erweiterungen. Im Netz wartet noch viel mehr. Nicht alle sind gut, nicht alle sind nötig. Nicht jeder will sich Websites in die Bork-Bork-Sprache des schwedischen Kochs aus der Muppet-Show übersetzen, beruhigende Nachrichten zur Nervenmassage anzeigen oder gewaltsam das essentielle Tabbed-Browsing-Feature nehmen lassen.
Aber keine Angst, wir haben uns wieder einmal auf die Suche gemacht und die wichtigsten und praktischsten Extensions aufgetan, die wir in drei Teilen vorstellen. Teil Eins heute: die Essentials. Sparen Sie sich also die Suche und starten stattdessen mit unserer Auswahl der besten Firefox-Erweiterungen. Allesamt sind sie im Handumdrehen installiert und brauchen erstmal kein großes Konfigurationsgefummel. Wer sich dennoch in die Einstellungsmenüs verirrt, wird dort zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten finden.
Wer noch nie eine Extension installiert hat, sollte sich nicht wundern, wenn die Installation nicht sofort klappt. Firefox schützt sich selbst und installiert nur Software von vertrauenswürdigen Seiten. Welche Seiten in diese Kategorie fallen, bestimmt der User selbst. Wenn Sie also zum erstenmal auf "Jetzt installieren" klicken, erscheint am oberen Fensterrand ein gelber Warnhinweis von Firefox. Klicken Sie dort auf "Einstellungen bearbeiten" und im Fenster, das sich dann öffnet, auf "Erlauben".