Camcorder-Trends 2006: Jeder ein Spielberg - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Camcorder-Trends 2006 Jeder ein Spielberg

Kurze Filmchen können heute auch Handys und Fotoapparate aufnehmen. Wer aber wirklich Gutes produzieren will, greift zum Camcorder: Dieser hat traumhafte Qualitäten erreicht - jeder kann zum Regisseur werden. SPIEGEL ONLINE zeigt die schicksten neuen Camcorder von der Photokina.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Obwohl eine Videofunktion bei Handys und Digicams mittlerweile zur Grundausstattung gehört, können die Hersteller von Camcordern nicht über Absatzprobleme klagen. Voll im Trend sind derzeit Geräte, die auf Mini-DVDs aufzeichnen. Deren Vorteil: Ist ein Film im Kasten, legt man das Medium einfach in den DVD-Player - und zeigt ihn Freunden und Verwandten. Umkopieren und Bearbeiten entfällt.

Tech-Träume für Hobby-Regisseure: Nie gab es mehr Konzepte, nie höhere Qualitäten

Tech-Träume für Hobby-Regisseure: Nie gab es mehr Konzepte, nie höhere Qualitäten

Und schon kündigt sich der nächste Trend an: Festplatten. Bis zu 30 Gigabyte packen die Hersteller in ihre neuesten Kameramodelle - genug für etliche Stunden Video. Vor allem muss man sich unterwegs keine Gedanken mehr darüber machen, wo man neue DV-Tapes oder Mini-DVDs herbekommt. Nur Disziplin ist nötig: Ein solcher HD-Camcorder muss regelmäßig an den PC gedockt und entladen werden. Sonst quillt auch die fetteste Festplatte mal über.

Eher in einer Nische stecken dagegen Geräte mit Speicherkarten als Video-Medium. Vor allem Panasonic hat sich darauf verlegt, Geräte mit den robusten und erschütterungsfesten Festspeichern auszurüsten. Wohl nicht zuletzt, um den Absatz der hauseigenen SD-Cards anzuregen. Diese sind nun endlich auch mit Kapazitäten jenseits des bisherigen 2-Gigabyte-Limits erhältlich, heißen dann aber SDHC und müssen vom jeweiligen Endgerät explizit unterstützt werden, um zu funktionieren.

Auf jeden Fall erfreulich ist der Trend hin zu mehr Qualität für weniger Preis. Schon unterhalb der 1000-Euro-Grenze sind Kameras mit einzelnen Bildsensoren für jede der drei Grundfarben erhältlich. Und auch hochauflösende Videos, passend zum teuren HD-Ready-Fernseher, sind kein Spielzeug für Reiche mehr. Sanyo zum Beispiel bietet als HD-Camcorder die ultrakompakte XACTI HD1A für 899 Euro an. Deren mitgelieferte 1-Gigabyte-Speicherkarte dürfte bei voller Auflösung allerdings schon nach rund 20 Minuten vollgespielt sein. Ein typischer Fall für eine zusätzliche SDHC-Karte also. Doch selbst die muss nicht übermäßig groß sein, denn spätestens nach 70 Minuten ist der Akku entleert.


Die Camcorder-Highlights der Photokina 2006:

Canon DC21

Dank 2,2 Megapixeln bietet die Fotofunktion des DC21 genug Auflösung für Fotodrucke im Format 10 x 15. Anders als viele Konkurrenten kann er auch die Dual-Layer-Version der kleinen 8-Zentimeter-DVDs beschreiben und kommt so auf eine stattliche Aufzeichnungsdauer von bis zu 54 Minuten pro Medium im Standardmodus. Preis: 699 Euro.

Weiter zu: Hitachi DZ-HS303 - Festplatten-Kamera mit integriertem DVD-Brenner. Weiter...

Hitachi DZ-HS303

Schon auf der IFA zeigte Hitachi, wie man sogar zwei Speichertechnologien in einem Camcorder unterbringen kann. Auf der 8-Gigabyte-Festplatte finden bis zu sechs Stunden Video Platz, die bei Bedarf über den integrierten DVD-Brenner archiviert werden können. Preis: 999 Euro.

Weiter zu: Panasonic SDR-S150, schlanker geht es kaum, dank SD-Karte. Weiter...

Panasonic SDR-S150

Man kann sie rütteln und schütteln, so viel man will, die S150 lässt sich nicht aus dem Takt bringen. Der Grund: Sie nutzt SD-Speicherkarten als Video-Medium, kommt also ohne bewegliche Bauteile aus. Für gute Bildqualität soll ein System aus drei CDD-Sensoren sorgen, ein optischer Bildstabilisator gleicht Zitterhände aus. Preis: 999 Euro.

Weiter zu: Samsung VP-DC 563, flexibel und preiswert. Weiter...

Samsung VP-DC 563

Samsungs neuester DVD-Camcorder zeichnet Videos zwar nur in Standard-Auflösung, dafür aber im modernen 16:9-Format auf. Über einen 4-in-1-Speicherkartenslot kann er mit verschiedenen Kartentypen gefüttert werden. Fern von Urlaubsreisen und Familienfeiern macht er sich zuhause als Webcam am PC nützlich. Preis: 679 Euro.

Weiter zu: Sanyo Xacti CA6 Active, "Cam" für Sportsgeister - schlank und wasserdicht. Weiter...

Sanyo Xacti CA6 Active

Selbst klatschnassen Pool-Partys und Tiefschnee-Abfahrten soll die CA6 dank ihres wetterfesten Gehäuses gewachsen sein. Allerdings muss man sich bei der Videoauflösung mit 640 x 480 Pixeln bescheiden. Das hat immerhin den Vorteil, dass bis zu 80 Minuten auf eine 1-Gigabyte-Speicherkarte passen. Preis: 379 Euro.

Einmal ein Spielberg sein: Sony HDR-FX7E, HDV-Camcorder für Semiprofessionelle Ansprüche. Weiter...

Sony HDR-FX7E

Das neue Sony-Modell für High Definition Video (HDV) hat von allem das Feinste: Für jede der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau ist ein eigener Megapixel-CMOS-Sensor zuständig. So gelangen über das Carl-Zeiss-Objektiv HD-Filme mit 1440 x 1080 Bildpunkten auf die DV-Kassette. Schwerer als die 2,4-Kilogramm-Kamera wiegt daher der Preis: 3699 Euro.

Mehr lesen über