Canon EOS D: Erlkönig oder Ente? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Canon EOS D Erlkönig oder Ente?

Neben unzähligen konkreten Produkten haben jedes Jahr zur Cebit auch die "Erlkönige" Saison: Designstudien und Modellentwürfe, von denen niemand weiß, ob und wenn dann wann sie jemals in den Regalen landen werden. Der Erlkönig Canon EOS D - eine Digitalkamera, die wirklich wie eine Kamera aussieht - soll das Licht des Marktes im Herbst erblicken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Digitalkameras haben sich längst durchgesetzt. Die meisten kranken allerdings daran, dass sie dem Profi wie dem ambitionierten Amateur nicht genügend Flexibilität bieten. Bei den preiswerteren Modellen lässt oft die Optik zu wünschen übrig, und selbst die meisten hochpreisigen Kameras bieten wenig Möglichkeiten, verschiedene Optiken zum Einsatz zu bringen.

Das wird bei der Canon EOS D wahrscheinlich anders sein. Bisher ist nichts über das für den Herbst 2000 angekündigte Modell bekannt, außer, dass es eine Auflösung von drei Megapixel bieten wird. Und man weiß, wie es aussieht. Das undatiert verbreitete Pressefoto zeigt eine Kamera, die wie ein herkömmliches Spiegelreflex-Modell daherkommt. Deutlich ist zu sehen, dass ihre "Verpackung" die einer konventionellen Canon EOS ist - und somit jede Möglichkeit bietet, entsprechende Objektive einzusetzen. Drei Megapixel Auflösung sind gut, aber längst nicht "State of the Art", was darauf hindeutet, dass die Canon wohl in einem durchaus bezahlbaren Preissegment angesiedelt sein wird. Konkurrent Fuji bietet immerhin ein Modell an, das ebenfalls Wechselobjektive einsetzt, mit 6,1 Megapixel eine doppelt so hohe Bildauflösung aufweisen kann und rund 7000 Mark kosten wird.

Viel mehr wird man auch auf der Cebit kaum erfahren. Schelme könnten allerdings auf die Idee kommen, den Nachfragedruck durch gezielte Fragen nach der EOS D etwas zu erhöhen.

Verwandte Artikel