Cebit Q&A: Schau'n mer mal, aber nicht TV - DER SPIEGEL
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Cebit Q&A Schau'n mer mal, aber nicht TV

Der Medien- und Internetexperte Wolfgang Kleinwächter hat die Entwicklung der Technik stets im Blick. Dem Professor der Uni Aarhus sind allerdings die Netze näher als die Unterhaltungsmedien. Fernsehen, sagt er, sei schließlich von gestern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL ONLINE:

Welches Gerät hat Ihr Leben in den letzten Jahren am nachhaltigsten verändert?

Wolfgang Kleinwächter: Das Internet. Die Welt wurde wirklich zum global village.

SPIEGEL ONLINE: Und welche technische Erfindung hat Sie persönlich am meisten enttäuscht?

Kleinwächter: Alle Entwicklungen rund um das Fernsehen: HDTV, VOD, DTV. Es ist halt das Medium von gestern.

SPIEGEL ONLINE: Stellen Sie sich vor, Sie erlitten Schiffbruch auf einer Insel mit perfekter Stromversorgung: Welches Gerät hätten Sie in der Tasche, um die Wartezeit zu überbrücken?

Kleinwächter: Wenn die Insel eine Wi-Max Zone wäre, würde ich meinen Laptop anschließen.

SPIEGEL ONLINE: Von welchem aktuellen Gerät könnten Sie sich vorstellen, es in näherer Zukunft zu kaufen?

Kleinwächter: Meine Kommunikationsbedürfnisse sind momentan gut abgedeckt. Mal sehen, was die Cebit bringt.

SPIEGEL ONLINE: Welches Technik-Thema wird Ihrer Meinung nach überbewertet?

Kleinwächter: Digitales Fernsehen. Es vermehrt lediglich die vorhandenen Kanäle und bringt keinen Qualitätszuwachs hinsichtlich des Inhalts der Programme.

SPIEGEL ONLINE: Welches technische Gerät sollte die Industrie Ihrer Meinung nach unbedingt noch entwickeln?

Kleinwächter: Internet-Suchmaschinen mit der Fähigkeit, Audio und Video zu erkennen.

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