ComMouse Guck mal, wer da leuchtet
Hannover - Die Idee hinter der ComMouse: Ein durchschnittlich nachrichtenhungriger Surfer schafft es heutzutage kaum noch, bei seinen vielen Interessengebieten die Übersicht zu behalten. Warum soll ihm dabei nicht seine treue Gefährtin, die Computermaus, helfen? Die hat ohnehin nicht so wahnsinnig viel zu tun und ist so nah am Surfer wie kaum jemand sonst. Also wird die Maus eingespannt, um den User auf all die Perlen hinzuweisen, die ihm sonst entgangen wären.
Findet die am USB-Port angestöpselte Rechtshändermaus nun in den weltweiten Weiten Informationen die ihr interessant erscheinen, so leuchtet sie zunächst in apartem blau. Anschließend gibt sie dem gestressten Infosucher auf einem kleinen an der Oberseite eingebauten Display einen kurzen Hinweis auf das Angebot.
Gefüttert wird die Maus von einem Internetagenten, der bei der Installation mit einem anonymen Interessenprofil ausgestattet werden muss. In mehreren Kategorien werden dabei Suchworte abgefragt, nach denen das Angebot von mehreren Content-Partnern anschließend ständig durchsucht wird. Auch die Überwachung eines Mail-Accounts ist mit der ComMouse nach Angaben des Herstellers möglich. So weit so gut.
Doch wie praktisch ist die ComMouse wirklich? Die Benachrichtigung bei neu eingehenden Mails oder einbrechenden Aktienkursen könnten auch verschiedenste Instant-Messaging-Systeme übernehmen, die im Web wie Sand am Strand zu finden sind. Sie öffnen analog ein kleines Fenster am Bildschirm, wenn ein vorher definierter Fall eintritt. Und zwar ohne dass dafür vorher ein neues rund 190 Mark teures Gerät gekauft werden muss.
Natürlich bleibt die ComMouse dank optischer Abtastung (und somit eingesparter Mauskugel) ein relativ hochwertiges Zeigegerät. Doch optische Mäuse sind mittlerweile billiger zu haben, auch für Linkshänder.
Christoph Seidler