Computer-Sicherheit: Gehackt? Selbst schuld! - DER SPIEGEL
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Computer-Sicherheit Gehackt? Selbst schuld!

Meistens ist der User selbst schuld, wenn er von einem Hacker "erwischt" wird. Trotz aller Warnungen wählen die meisten PC-User nach wie vor als Passwort ihren eigenen Namen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Unternehmen und private User investieren jedes Jahr mehr Geld in Sicherheits-Software gegen Virenattacken und Hackerangriffe. Doch alle Filer und Firewalls sind vergebliche Liebesmüh, solange die User nicht beim eigenen Verhalten ansetzen, meint das schwedische Unternehmen Defcom. Noch immer führe schlichtes Raten Computerhacker am schnellsten ans Ziel: Trotz zunehmender Sicherheitsrisiken wird die Hitliste der Computer-Passwörter weiterhin vom Namen des Anwenders angeführt, gefolgt von einem Namen aus dem Umfeld wie dem des Kindes, des Partners oder des Haustieres.

Wie ein Test der schwedischen Computer-Sicherheitsfirma in 500 Unternehmen ergab, steht auf Platz drei überhaupt kein Passwort, auf Platz vier die englische Bezeichnung für Passwort "Password". Danach gibt es jedoch eine Überraschung: Platz fünf wird von "Sommer" beziehungsweise "Winter" eingenommen.

"Erstaunlich viele wählen ein Kennwort, das mit der eigenen Person verknüpft ist", sagte Bosse Norgren, Sicherheitschef bei Defcom. "Das macht es ausgesprochen leicht, Vermutungen anzustellen." Bei mehr als der Hälfte der Tests hätten die Experten Zugang zu sensiblen Daten erhalten, indem sie einfach das Kennwort geraten haben. Ein gutes Passwort besteht dagegen immer aus möglichst zufälligen Kombinationen von Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, zum Beispiel den Anfangsbuchstaben der Wörter eines leicht zu merkenden Satzes.