Coole Kamera: Sony schreibt auf Scheiben - DER SPIEGEL
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Coole Kamera Sony schreibt auf Scheiben

Nie wieder Bandsalat: Sony läutet mit einer unelegant "DCR-DVD" getauften Digitalkamera-Familie eine neue Zeit bei Camcordern ein. Künftig brennt man die DVD gleich in der Kamera.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Filmfreaks bekommen da feuchte Hände: Mit der DCR-DVD200 präsentiert Sony zur Cebit mal wieder keinen Trick, sondern eine kleine Innovation. Die hatte der japanische Elektronikriese bereits im letzten Jahr angekündigt, jetzt soll sie wirklich in den Laden-Auslagen landen.

Und zwar schon im Sommer (2003), und nicht wie ursprünglich angekündigt im Herbst (2002).

Aber sowas kommt in den besten Familien vor, und mitunter will gut Ding halt Weile haben. Bleibt die Frage zu klären: Ist es gut, das Ding?

Glaubt man den Daten und den Reaktionen der Fachwelt nach der letzten Consumer Electronics Show (wo die Kamera erstmals vorgestellt wurde), scheint dem so zu sein. Dass Sony Kameras machen kann, bezweifelt ernstlich niemand, und für die ersten DVD-Modelle haben die Japaner tief in die Electronik-Kiste gegriffen.

Das erste Topmodell DVD200 verfügt über eine Auflösung von immerhin einem Megapixel, wobei allerdings nur rund 690.000 davon beim Brennprogramm verewigt werden - die DVD-Aufzeichnung ist gegenüber dem, was dem Chip möglich wäre, leicht abgespeckt.

Dafür passen dann aber auch rund 60 Minuten Video auf eine der nur acht Zentimeter durchmessenden Mini-DVDs, die in jeden entsprechenden DVD-Player mit Mulde in der Scheiben-Schublade passt - und das dürften so gut wie alle sein.

Allerdings muss der dann auch mit DVD-R oder DVD-RW zurechtkommen, denn in diesem Datenformat brennt die kleine Kamera. Wer mit dem Winzling lieber fotografieren möchte, wird wohl kaum eine Ersatz-DVD mit in den Urlaub nehmen müssen: Bei 5 GB Fassungsvermögen wird so ein Scheibchen mit Fotos allein nicht so schnell voll.

Die Datenübertragung läuft auch per USB 2-Schnittstelle, bewundern kann der Freizeit-Spielberg seine Machwerke aber auch schon vor Ort: Dafür besitzt die Kamera ein 2,5-Zoll-Display. Wer's größer mag, wartet vielleicht auf die DVD300, die mit kleiner Verzögerung folgen soll: Deren Display bringt es auf 3,5 Zoll, die Leistungsdaten sind ansonsten ähnlich wie bei der DVD200. Für den etwas kleineren Geldbeutel bietet Sony direkt ab Start die DVD100 an, die mit 800.000 Pixeln auskommen wird.

Wie klein oder groß genau der Geldbeutel sein muss, will Sony allerdings noch nicht verraten: Vielleicht erfährt man dazu auf der Cebit schon mehr.

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