Domain-Handel Zuschlag bei zehn Millionen
Seitdem die Domain Year2000.com im Jahre 1995 online ging, war sie ein ständiger Warner vor einem möglichen Desaster. Eine Seite, die Menschen dazu bringen wollte, das Y2K-Problem ernst zu nehmen. Jetzt, nachdem das Jahr 2000 ohne größere Computer-Probleme über die Bühne gegangen ist, hatten die Besitzer keine Verwendung mehr für ihre Domain - und boten sie zur Versteigerung an. De Jager: "Ich hoffe, wir können für die Seite ein gutes, neues Zuhause finden."
Ein neues Zuhause, das nicht unter einer Million Dollar, so der Startpreis der Auktion, zu haben war. Dreizehn Gebote ließen den virtuellen Hammer schließlich bei zehn Millionen Dollar fallen - ein Preis, den gleich zwei Bieter aufbringen wollen. Zwar ist mit dem Zuschlag ein, so eBay, gültiger Kaufvertrag geschlossen worden. Tenagra-Geschäftsführer Cliff Kurtzmann schmiedet trotzdem noch keine Pläne, wie er das Geld ausgeben könnte. "Es hat schon öfters nicht ernst gemeinte Gebote gegeben", so der Texaner. "Doch wir sind optimistisch, dass eines der beiden Angebote real ist."
Derzeit sind de Jager und Kurtzmann dabei, Kontakt mit den potenziellen Käufern aufzunehmen. Immerhin zeigten, so das Verkaufs-Argument der Domainbesitzer, weltweit rund 25.000 Links auf Year2000.com. Ausreichender Traffic ist den neuen Besitzern damit garantiert.
Sollte das Geschäft zu Stande kommen, wäre es der teuerste Domain-Verkauf aller Zeiten. Rekordhalter ist bislang die Adresse Business.com, für die im November 7,5 Millionen Mark gezahlt wurden. "Wir haben gehofft, den Rekord zu brechen", sagt Kurtzmann. "Aber so richtig daran geglaubt haben wir nicht."