"Drin"-Kampf: Microsoft Network attackiert AOL - DER SPIEGEL
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"Drin"-Kampf Microsoft Network attackiert AOL

Jeder zweite AOL-Nutzer ist unzufrieden. Microsoft möchte mit seinem neu gestalteten Onlinedienst seinem Konkurrenten mächtig auf die Leitungen treten und Kunden abwerben.
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Redmond/Hamburg - Der Softwarehersteller Microsoft sagt dem weltgrößten Onlinedienst AOL den Kampf an: Mit einer neuen Software für seinen Internetdienst MSN (Microsoft Network) und neuen Hochgeschwindigkeitszugängen will das Unternehmen dem Konkurrenten Kunden abspenstig machen. Microsoft kündigte in den USA an, über einen speziell auf MSN abgestimmten Browser die Onlineangebote des Konzerns zugänglich zu machen.

Die an Internet-Neulinge gerichtete Software mit dem Namen "MSN Explorer" soll in den nächsten Tagen in einer zweiten Testversion erscheinen. Sie soll den einfachen Zugriff auf Funktionen wie E-Mail oder Aktienabfragen ermöglichen. MSN zählt zurzeit rund drei Millionen zahlende Kunden, AOL rund 23 Millionen. Eine Microsoft-Umfrage unter AOL-Kunden habe ergeben, dass angeblich die Hälfte der AOL-Nutzer unzufrieden sei.

Das bisherige Internetprogramm Internet Explorer, das über 80 Prozent Marktanteil bei Personalcomputern hat, soll weiterentwickelt werden, berichtet die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. Microsoft kündigte außerdem zum Ende des Jahres schnelle Internet-Zugänge per Satellit und über die neue Technologie DSL an. Wann Software und Zugänge genau zur Verfügung stehen, teilte Microsoft nicht mit.