Drucker-Tinten: Ohne Risiko günstig drucken - DER SPIEGEL
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Drucker-Tinten Ohne Risiko günstig drucken

Es gibt viele günstige Alternativen zur teuren Original-Druckertinte: Lizenz-Tinten, Nachfüllstationen und eine Sparfunktion für Ausdrucke, die nicht ganz so schön sein müssen. Hier fünf Tipps fürs günstige Drucken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der nagelneue Tintenstrahldrucker war ein echtes Schnäppchen - doch beim Kauf der Patronen kommt das böse Erwachen: Ein Komplett-Set der kleinen Kartuschen ist nicht selten fast genauso teuer wie der Drucker selbst. Das hat seinen Grund: Die Hersteller verdienen mit der Tinte, nicht mit den Geräten. Durch Refills oder Patronen von Alternativanbietern lässt sich viel Geld sparen. Allerdings sollte man dabei einiges beachten:

1. Lizensierte Tinten kaufen

Billigtinten schaden dem Drucker normalerweise nicht. Allerdings ist die Handhabung nicht immer ganz einfach, und auch die Qualität stimmt nicht immer. Daher bietet sich ein Mittelweg an: Nicht die billigsten Kartuschen kaufen, sondern nach Möglichkeit vom Hersteller lizensierte Patronen oder Kartuschen von renommierten Anbietern, rät Drucker-Experte Dirk Lorenz von "Stiftung Warentest". Sie sind immer noch deutlich billiger als die Original-Patronen von Canon, HP & Co. Und die Qualität stimmt meist auch - nur bei der Lichtbeständigkeit müssen teilweise Abstriche gemacht werden.

2. Beim Nachfüllen Probeausdruck

Eine Alternative ist das Nachfüllen der Patronen bei Druckertankstellen - allerdings schwankt bei diesem Service die Qualität je nach Anbieter sehr stark. Der Kunde sollte daher nicht das billigste Nachfüllgeschäft auswählen, unbedingt auf einem Probeausdruck bestehen und darauf achten, dass eine Garantiezusage gegeben wird. Leere Patronen sind nicht unbedingt wertlos, sie sollten daher nicht einfach weggeworfen werden. Händler im Internet (geldfuermuell.de) kaufen sie gegen ein paar Euro ab, und auch Tintentankstellen nehmen manche Kartuschen gerne an.

3. Im Garantiefall nicht abwimmeln lassen

Nicht selten befürchten Verbraucher, dass durch Billig- oder Nachfüllpatronen die Garantie für den Drucker erlischt. Doch das ist nicht der Fall, auch wenn manche Händler und Service-Mitarbeiter das gerne behaupten, betont Lorenz. Daher sollte man sich bei Druckerproblemen nicht einfach abwimmeln lassen. Der Hersteller muss erst einmal nachweisen, dass das Gerät durch Tintenpatronen beschädigt wurde. Wenn dies tatsächlich so ist, haftet eben der Hersteller der Kartuschen beziehungsweise der Nachfüllservice.

Etwas anders ist die Sachlage allerdings, wenn der Besitzer selbst die Patronen mit einer Spritze nachgefüllt hat. Entstehen dadurch Schäden am Drucker - etwa weil die Tinte ausläuft - erlischt tatsächlich die Garantie. Für das Nachfüllen zu Hause braucht man laut Lorenz viel handwerkliches Geschick. Da Druckertinte Flecken verursacht, die nur sehr schwer wieder wegzubekommen sind, sollte man Handschuhe anziehen und viel Zeitungspapier auslegen. Außerdem sollte Tinte von hoher Qualität genutzt werden.

4. Option "Entwurfsqualität" nutzen

Geld sparen lässt sich auch beim Betrieb des Gerätes selbst. Für die meisten Ausdrucke für den Hausgebrauch reicht Entwurfsqualität vollkommen aus - das lässt sich mit ein paar Mausklicks in den Druckeroptionen einstellen. Wer nur selten etwas druckt, sollte alle ein bis zwei Wochen einen kleinen Farbausdruck machen, damit die Tintenstrahldüsen nicht verstopfen. Drucker sollten übrigens nicht vom Stromnetz getrennt werden: Werden sie wieder angeschlossen, gehen die Geräte von einer Neuinstallation aus und reinigen die Düsen großzügig mit der teuren Tinte.

5. Für jede Farbe eine Kartusche

Generell fährt der Kunde mit Druckern besser, die für jede Farbe eine Extra-Kartusche nutzen. Denn wenn einmal eine Farbe leer ist, muss nicht die komplette Patronen-Palette ausgetauscht werden. Wer ohnehin viel ausdruckt, kann Patronen auch in Großpackungen kaufen - sie sind dann billiger. Allerdings sollte man vorher genau durchrechnen, ob sich auf Dauer nicht vielleicht doch die Anschaffung eines teureren Laserdruckers lohnt. Doch auch dabei ist laut Lorenz Vorsicht angebracht: Werden Laserdrucker zu Spottpreisen angeboten, sind die Toner umso teurer.

Sandra Schipp/ddp