E-Books Amazons Kindle soll wachsen
Die neue, verbesserte Fassung des digitalen Lesegeräts Kindle ist gerade mal drei Monate alt, schon bereitet Hersteller Amazon offenbar den Start einer weiteren Produktneuheit vor: Laut einem Bericht der "New York Times" wird womöglich noch in dieser Woche ein Kindle vorgestellt, der vor allem für die Darstellung von Zeitungen und Zeitschriften gedacht ist.
Der Bildschirm des neuen Kindles soll ungefähr so groß sein wie eine DIN-A-4-Seite. Im Gegensatz zum Vorgängergerät, auf dem Zeitungen und Zeitschriften nur sehr eingeschränkt angezeigt werden können, würde das neue Format die Nachrichtenlektüre angenehmer machen. Amazon wollte sich nach Informationen der "New York Times" bislang nicht zu der Neuerung äußern. Es heißt jedoch, dass verschiedene Medien, darunter die "New York Times" selbst, an dem neuen Kindle beteiligt sein sollen.
Natürlich kann auch der Kindle 2, der vor allem für Bücher optimiert ist, Zeitungen und Zeitschriften anzeigen. In den USA bietet Amazon dementsprechend bereits seit geraumer Zeit Abonnements von rund 60 Tageszeitungen wie der "New York Times" oder der "Washington Post" an. Kostenpunkt: etwa zehn Dollar. Zwar sollen bislang relativ wenig Abo-Bestellungen eingegangen sein, aber scheinbar sind es doch genug, um der schwer geplagten Zeitungsbranche ein wenig Mut zu machen.
Ein hochqualitatives digitales Lesegerät im DIN-A-4-Format würde gleich zwei Probleme lösen: Durch die elektronische Darstellung entfielen die Druckkosten, und während Bezahl-Inhalte im Internet für die US-Zeitungen nicht funktioniert haben, würden Lesegeräte wie der Kindle die Lücke zur digitalen Welt zumindest einigermaßen schließen. Allerdings führt eine Formatänderung aber dazu, dass der Kindle einen wesentlichen Vorteil eines mobilen Lesegerätes verliert: seine Handlichkeit.