Edel-Minis Leistungsstarke Accessoires
Die Olympus µ-mini Digital ist eine der wenigen Minikameras, die man beim Kramen in der Hand-, Jacken- oder Hosentasche nicht mit dem Zigarettenetui verwechseln kann. Dafür sorgt nicht nur das windschnittige Design, sondern auch die - laut Olympus - wetterfeste Oberfläche. Tatsächlich übersteht die µ-mini schon einmal einen kleinen Regenguss. Schwimmen sollte man mit dem Edel-Winzling aber nur gehen, wenn man vorher auch das optional erhältliche Schutzgehäuse erworben hat, mit dem sogar Tauchgänge bis zu einer Tiefe von bis zu drei Metern möglich sind.
Technisch hat die µ-mini eine Auflösung von vier Megapixeln, 13 Motivprogramme sowie ein optisches Zweifach-Zoom (entspricht 35-70 mm bei Kleinbild) zu bieten. Außerdem verfügt sie über einen so genannten 1,8-Zoll-Sunshine-LCD, der angeblich einen drei mal höheren Kontrast als herkömmliche LC-Displays aufzeigen und so auch bei heller Umgebung gut lesbar sein soll. Dazu kommen eine USB-Schnittstelle, PictBridge-Kompatibilität, Video-Aufzeichnung mit Ton sowie ein Supermakromodus mit einer Nahgrenze von acht Zentimetern.
In den Handel kommt die Olympus µ-mini Digital im Oktober für etwa 350 Euro. Und damit die Kamera auch immer zu den Schuhen passt, gibt es den Winzling in sechs verschiedenen Farben: "Jewellery Silver", "Pure White", "Cosmic Black", "Crystal Blue", "Velvet Red" und "Copper Orange".
Weniger farbenfroh aber nicht minder extravagant ist die Pentax Optio X. Optische und elektronische Einheit sind durch ein Drehgelenk miteinander verbunden, wodurch sich Objektiv und Monitor in entgegen gesetzte Richtung drehen lassen. Ganz so "revolutionär", wie die Konstruktion in Pentax' englischer Presseerklärung gefeiert wird, ist die Optio X allerdings auch nicht. Immerhin war schon die 900er-Reihe von Nikon mit Drehgelenk ausgestattet. Inzwischen ist dieses Design aber zugegebenermaßen bei den Herstellern wieder etwas in Vergessenheit geraten.
Mit ihren fünf Megapixeln kann sich die Optio X jedenfalls in der Miniklasse sehen lassen. Außerdem besitzt der 145 Gramm leichte Winzling ein optisches Dreifach-Zoom (35,6-107 mm bei Kleinibld), einen hoch auflösenden 2-Zoll-LC-Farbbildschirm sowie einen integrierten 14-Megabyte-Speicher, der noch durch eine SD-Karte erweitert werden kann. Darüber hinaus kann man die Optio X auch als Wecker verwenden, da sie eine Weltzeituhr mit Alarmfunktion besitzt. Wie die Olympus µ-Mini wird auch die Pentax Optio X ab Oktober in den Läden stehen, zu einem Listenpreis von etwa 450 Euro.
Und noch ein dritter Edel-Mini wird sich ab Oktober am Hersteller-Wettstreit beteiligen, bei dem es darum geht, möglichst viel Technik auf möglichst wenig Raum unterzubringen und dabei auch noch gut auszusehen. Das Kriterium Winzigkeit erfüllt die Sony Cybershot DSC-L1 mit ihren Abmessungen von 95 x 44 x 26 Millimetern schon einmal. Auch vom modischen Gesichtspunkt her hält der 4,1-Megapixel-Zwerg den Ansprüchen trendbewusster Fotografen stand, ist das Kameragehäuse doch in verschiedenen Farben erhältlich.
Was die Technik angeht, sorgt vor allem das wirklich winzige Vario-Tessar-Objektiv von Carl Zeiss mit dreifachem Zoom (32-96 mm bei Kleinbild) für Aufsehen, das eine optische Länge von nur 30,2 Millimetern hat. Den Sony-Tüftlern ist es außerdem gelungen, das Fokusgetriebe im Vergleich zu anderen Cybershot-Kameras um etwa 30 Prozent auf 20 Millimeter zu schrumpfen. Der Real-Imaging-Prozessor macht die DSC-L1 nicht nur in zwei Sekunden einsatzbereit, sondern sorgt zudem noch für eine kurze Auslösezeit (0,3 Sekunden) und eine lange Akkulaufzeit (220 Bilder). Etwas weniger beeindruckend fällt dagegen der 1,5-Zoll-LCD-Monitor aus. Dafür ist die Sony DSC-L1 mit einer Preisempfehlung von etwa 330 Euro aber auch ein wenig billiger als ihre Konkurrenten von Olympus und Pentax.