Elf Titel: Deutschland vorn beim RoboCup - DER SPIEGEL
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Elf Titel Deutschland vorn beim RoboCup

Ballacks Wade, Lehmanns Tor und Klinsis Abwehr – all das brauchten die deutschen Teams in Bremen nicht, um den WM-Titel perfekt zu machen. Beim internationalen RoboCup schnitten die Gastgeber-Mannschaften am erfolgreichsten ab.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bremen - Wie eine Sprecherin der Messe Bremen sagte, holten die deutschen Mannschaften insgesamt elf Goldpokale. Zweiter wurde China mit neun Titeln, Japan landete mit sechs ersten Plätzen auf Platz drei. Fünf Tage lang hatten verschiedenartige Roboter Fußball gespielt, getanzt und in simulierten Katastrophenfällen Leben gerettet. An den Start waren 440 Teams aus 36 Ländern gegangen. Gekämpft wurde um 33 Weltmeistertitel. Die Gewinner-Mannschaften kamen unter anderem aus Osnabrück, Bremen, Stuttgart, Freiburg oder auch Dortmund.

Der Robo-Cup ist nach Angaben der Veranstalter der bedeutendste Roboter-Wettbewerb der Welt. Er fand zum ersten Mal in Deutschland statt. Bis Dienstag wollen Experten hinter verschlossenen Türen die Ergebnisse des RoboCups beraten und auswerten.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) pries die deutschen Sieger als Muster für Bundestrainer Jürgen Klinsmann und sein leibhaftiges Kickerteam an. "Die deutschen Weltmeister in der Roboter-Fußball WM sind das Vorbild für Klinsmanns Elf", erklärte Schavan am Sonntag in Berlin.

Abgesehen von den WM-Spielen ging es bei der RoboCup-Weltmeisterschaft auch um die Forschung. So tauschten sich Fachleute darüber aus, wie die Maschinen ihre Entscheidungen treffen und wie sie im Team zusammen spielen. Der Präsident der RoboCup-Federation, Minoru Asada, verkündete das Ziel, bis 2050 solle eine Mannschaft aus elf humanoiden Robotern entwickelt werden, die gegen ein menschliches Fußball-Weltmeisterteam gewinnen könne.

reh/ddp/AFP/dpa