eMac Apple gibt dem Kundendruck nach
Nach dem Erfolg seines neuen eMac will Apple seinen speziell für den Einsatz in Schulen gedachten Rechner nun auch in den freien Handel bringen. Der Computerhersteller beugt sich damit nach eigenen Aussagen zahlreichen Kundenwünschen - Kritiker merken hier an, Apple reagiere eher auf das völlige Unverständnis, das Apple mit seiner Verkaufspolitik geerntet habe. Produkte Schülern und Studenten preisreduziert zukommen zu lassen, hat bei Apple eine lange Tradition: Ein exklusiv nur dieser Zielgruppe verkauftes Produkt hat es dagegen bisher nicht gegeben.
"Wir haben Myriaden von E-Mails und Anrufen und Anregungen von Kunden zum eMac bekommen", sagte Apple-Chef Steve Jobs dem "Wall Street Journal". Ende April hatte das Unternehmen aus Cupertino mit dem eMac einen Nachfolger seines populären iMac speziell für den Unterricht in Schulen vorgestellt. "Wir haben die Möglichkeit, mehr Rechner zu produzieren, warum sollten wir ihn nicht dann nicht in den Handel bringen", sagte Philip Schiller, Marketing-Chef bei Apple.
Der eMac soll nach Angaben des Unternehmens auch in Deutschland ab sofort mit einer leicht veränderten Ausstattung verfügbar sein. Für den freien Handel ist der eMac standardmäßig mit schnellem G4-Prozessor, Modem und CD-Brenner ausgestattet. Durch die flache Bauweise des 17-Zoll-Röhrenbildschirms habe das Gerät eine noch geringere Stelltiefe als der originale iMac mit 15-Zoll-Monitor.
Apple erzielt bislang mehr als ein Viertel seines Umsatzes mit Computern für den Einsatz in Schulen und Universitäten. Das Unternehmen ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg der einzige US-amerikanische Computerhersteller, dessen Aktien während der letzten Jahre gestiegen sind. In den vergangenen 12 Monaten legten die Apple-Aktien danach um 10 Prozent zu, bei den Konkurrenten seien sie um rund 28 Prozent gesunken.