Ende der Flatrate Die Telekom dementiert
Bonn - "Wir können nur ankündigen, was entschieden wurde", sagte Stephan Broszio, Sprecher der Telekom, auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. "Eine solche Entscheidung gibt es nicht."
Die Telekom reagiert damit auf eine Vorabmeldung der "WirtschaftsWoche". Wie das Wirtschaftsmagazin in seiner Donnerstagausgabe berichten wird, stehe das T-Online-Angebot für den Internetzugang mit Modem oder ISDN zur Disposition. Der auf der so genannten DSL-Technologie basierende T-Online-Pauschaltarif DSL-flat für 49 Mark soll jedoch erhalten bleiben.
Das Wirtschaftsmagazin beruft sich auf Informationen aus der Konzernzentrale. "Unter Marketingaspekten können wir auf das Produkt schlecht verzichten", zitiert das Magazin einen Insider, "politisch und finanziell ist es indes nur noch schlecht zu halten."
Die Telekom weist auch die Aussage des Insiders als "nicht explizit" zurück. "Die Quelle der WirtschaftsWoche hat keine harte Aussage, dass die Flatrate fällt", so Broszio.
Nach Angaben der Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post haben sich seit Mai dieses Jahres rund 250.000 T-Online-Kunden für ein Flatrate-Angebot entschieden. Mitte November 2000 hatte die Regulierungsbehörde die Telekom verpflichtet, bis spätestens 1. Februar 2001 auch konkurrierenden Internetanbietern eine entsprechende Pauschale zu Großhandelspreisen anzubieten.
Dagegen hatte sich Ron Sommer bereits im November ausgesprochen. Die Flatrate werde eingestellt, wenn die Telekom den Wettbewerbern eine Großhandels-Flatrate anbieten müsse, nur weil T-Online Endkunden ein Angebot von 79 Mark mache. "In dem Fall wäre die Einstellung der Flatrate das kleinere Übel. Wir wollen vor allem in die Breitbandtechnologie investieren und nicht ins schmalbandige Netz", so Broszio zu der Aussage Sommers.
Sommer hatte weiter angekündigt, dass die Pauschale der Telekom-Tochter T-Online kein dauerhaftes Angebot zum unbegrenzten Surfen im Netz gewesen sei.