Fernsehtechnik: Digital-Satellitentechnik setzt sich durch - DER SPIEGEL
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Fernsehtechnik Digital-Satellitentechnik setzt sich durch

Es kostet mehr, doch es hat auch etwas zu bieten: Wer sich einen digitalen LNB leistet, ist für die Fernsehzukunft gut gerüstet. Die Technik steht vor dem Durchbruch.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Immer mehr Haushallte empfangen Fernsehsignale mit Digitaltechnik. Rund eine Million der 12,7 Millionen Satelliten-Haushalte nutzten bereits dieses System, teilte die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik (gfu) am Montag mit.

So sei der Absatz digitaler Sat-Empfänger von 250.000 im vergangenen auf rund 600.000 in diesem Jahr gestiegen. Gleichzeitig ging der Verkauf analoger Systeme von 2 auf 1,4 Millionen Stück zurück.

Das sind gute Nachrichten für die Hersteller digitaltauglicher LNBs (Low Noise Block) und Decoder: Es werde ein Umsatz von 1,1 Milliarden Mark in diesem Jahr erwartet. Wichtiger noch sind die Nachrichten aber für die Programmanbieter: Erst wenn die Größe des potenziellen Publikums eine gewisse "kritische Masse" erreicht hat, ist es für Sender attraktiv, den Kunden entsprechende digitale Zusatzdienste anzubieten.

Denkbar sind hier neben zusätzlichen TV-Kanälen, Spartenprogrammen und Pay- oder "on demand"-Angeboten auch digitale Zusatzdienste wie Internet per Satellit. Was passiert, wenn man aufwendigen Medienzirkus betreibt, ohne vorher Eintrittskarten ans Publikum zu verkaufen, hat Leo Kirch in den letzten Jahren eindrucksvoll demonstriert: Seine heftig defizitären Digital-Pay-Kanäle DF1 und - später - Premiere World kosteten den Medienunternehmer Milliarden. Das Beispiel wirkt bis heute abschreckend auf die meisten Investoren.