Flachbildschirm Samsung hat den Größten
Oh Mann, ist der dünn, Mann: Flachdisplays liegen im Trend. Samsung setzt welche mit einem neuen LCD-Größenrekord
Foto: SamsungEs gibt Fernseher, da kann man nur beten, dass sie einem niemals auf den Fuß fallen. Samsungs neueste, bisher namenlose Entwicklung gehört da sicherlich zu. Mit einer Bildschirmdiagonale von 70 Zoll (177,8 Zentimeter) dürfte das Gerät satt über 80 Kilogramm wiegen - 87 kg bringen schon die 63 Zoll Plasmadisplays der Firma auf die Waage.
Doch nicht nur ihr schieres Gewicht qualifiziert solche TV-Monster für die Neubauwohnung: So was muss auch ins überdimensionierte Wohnzimmer passen. Dann allerdings soll der "70er" Spaß bringen, verspricht Samsung - und zwar selbst für eine größere Zuschauergruppe, die um das Gerät verteilt sitzt. Denn brillant soll das Bild sein (Kontrastverhältnis 2000:1), voll HDTV-fähig (1080p) und schnell und fit genug, nicht nur Blümchen-Demonstrationen, sondern auch schnell bewegte Bilder darzustellen (120 Herz-Technik sei dank). Kurzum: Alles an der Kiste soll größer und besser sein, als man das bisher von LCD-Fernsehern kannte.
Die hinken den Plasma-Geräten in Sachen Größe noch etwas hinterher. Matsushita stellte nun einen Plasma-Prototypen vor, der es auf eine Bildschirmdiagonale von 262 Zentimetern bringt (und auf ein Gewicht von 215 Kilogramm).
Die meisten solcher Rekordmaschinen sieht man auf Messen, ohne sie nachher je im Handel wieder zu entdecken. Den Prototypen eines 82-Zoll-Monsters (Typ: LN-S8297DE) hatte Samsung bereits im letzten Jahr vorgestellt und Anfang des Jahres auch auf der Cebit gezeigt, was aber wohl eher eine Demonstration genereller technischer Möglichkeiten gewesen sein dürfte. Dieser Rekordträger jedenfalls kommt bei Samsung nicht mehr vor.
Diesmal aber sollen es sowohl Samsung als auch Matsushita ernst meinen: Die Serienfertigung der Maxi-Glotzen wird vorbereitet, Samsung will die Geräte ab der zweiten Jahreshälfte 2007 ausliefern. Das Gerät soll dann gerade den großen Plasma- und Rückprojektionsfernsehern Konkurrenz machen. Obwohl Samsung bisher keine Angaben zum Preis macht, lassen sich aus diesem angekündigten Ziel Schlüsse ziehen: Plasmageräte dieser Größenordnung sind für Preise ab 8500 Euro zu haben.
Für LCD-Displays spricht allerdings ein im Vergleich zum Plasmabildschirm geringeres Gewicht und ein deutlich niedrigerer Energieverbrauch. Bei einer wirklich vergleichbaren Bildqualität ergeben sich daraus zusätzliche Verkaufsargumente, zumal LCDs ihre Farbbrillanz länger halten sollen als Plasmaschirme. Alles, was man dann noch braucht, um den TV-Boliden harmonisch in die Wohnlandschaft einzupassen, wäre ein 50-Quadratmeter-Wohnzimmer.
pat