Flatrate ade: AOL "erhöht die Deichkrone" - DER SPIEGEL
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Flatrate ade AOL "erhöht die Deichkrone"

Große Anlässe schreien nach großen Worten. AOL-Sprecher Jens Nordlohne outete sich als Poet, als er Folgendes zu verkünden hatte: AOL setzt die letzte noch bestehende Flatrate aus - und zwar "vorläufig".
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Dass AOL nun die letzte echte verbliebene Flatrate vom Markt nahm, hat natürlich nichts damit zu tun, dass sich diese nicht rentiert hätte. Daran waren all diese anderen, kleineren Konkurrenten gescheitert. Nein, Grund für das Einfrieren sei der notwendige Ausbau des Netzwerkes, sagte Pressesprecher Jens Nordlohne. Seit Mittwoch nehme AOL keine Neukunden für den zeitlich unbegrenzten Internetzugang zum Festpreis mehr an. Kunden mit einem bereits bestehenden Flatrate-Vertrag seien davon jedoch nicht berührt.

Das klingt plausibel und ein altbekanntes Phänomen. Immer dann, wenn Telekommunikations- und Internetunternehmen ihre Ressourcen aufstocken müssen, lassen sie keine Kunden mehr rein. Was soll Boris dazu sagen: "Ich bin bald wieder drin"?

Innerhalb der nächsten Monate sollen jedenfalls wieder neue Kapazitäten geschaffen werden. "Danach werden wir unseren Neukunden wieder ein gutes Angebot für den Pauschaltarif machen können", versicherte Nordlohne.

AOL ist der bundesweit letzte Anbieter eines pauschalen Internetzugangs. Die Einstellung eines entsprechenden Angebots des Konkurrenten T-Online Anfang März habe bei AOL zu einem starken Kundenansturm geführt, sagte Nordlohne. Ein massiver Netzausbau sei nun dringend erforderlich. Eine Krise, für die er klingende Worte fand: "Da helfen keine Sandsäcke mehr. Wir müssen jetzt die Deichkrone erhöhen."