Flatrate Verbraucherverbände machen Druck
Mehr als 40.000 Unterschriften für die Einführung einer so genannten Flatrate von 40 Mark im Monat sind am Donnerstag bei Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation in Bonn eingegangen. Die Initiative "Internet ohne Taktung" und die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) organisierten die Unterschriftensammlung, um damit für preisgünstige Internet-Pauschaltarife einzutreten.
Die Verbände verlangen die Einführung der Flatrate von 40 Mark im Monat, um dem Internet in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Gegenwärtig liegt die Flatrate der Telekom für Internet via ISDN- oder Analoganschluss bei 79 Mark.
"Unsere Umfrage ist die bislang größte virtuelle Unterschriftensammlung in Europa", erläuterte Philipp Sudholt, Sprecher der Initiative von Internetnutzern. Der Vizepräsident der Regulierungsbehörde, Matthias Kurth, nahm die Unterschriften entgegen.
Die Behörde will am kommenden Mittwoch über die Flatrate der Telekom entscheiden. Konkurrenten hatten bemängelt, dass die Telekom ihnen den Zugang zum Internet zum Minutenpreis berechne, wodurch das Angebot eines zeitlich unbegrenzten Internetzugangs zum Pauschalpreis zu einem unkalkulierbaren Risiko werde.
"Deutsche Verbraucher haben nicht nur im Vergleich zu den USA, sondern auch zu anderen europäischen Ländern bei der Internetnutzung immer noch das Nachsehen", erläuterte Dirk Klasen, Wirtschaftsreferent der AgV. Haupthindernis für eine stärkere Verbreitung und Nutzung von Internetanschlüssen sind nach Ansicht der Verbraucherschützer die hohen Kosten. Nach einer aktuellen Umfrage verfügt nur etwa jeder fünfte Bundesbürger über einen privaten Internetzugang. Im europäischen Vergleich liege Deutschland abgeschlagen auf Platz zwölf.