Formatkrieg Paramount hält zunächst an HD DVD fest
"Paramounts gegenwärtiger Plan ist es, das HD-DVD-Format weiterhin zu unterstützen", schrieb eine Unternehmenssprecherin an die Wirtschafts-Nachrichtenagentur Bloomberg. Die "Financial Times" hatte gestern berichtet, in Paramounts Vertrag mit der HD-DVD-Group gebe es eine Klausel, die dem Studio erlaube, sich dem anderen Lager anzuschließen, wenn Warner Bros. sich von der HD DVD ab und der Blu-ray Disc zuwende. Dies ist am vergangenen Freitag geschehen - sehr zur Überraschung der HD-DVD-Gruppe. Die Pressekonferenz des Konsortiums bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas wurde nach Warners Ankündigung abgesagt.
Paramounts Dementi wird durch eine Meldung der Fachpublikation "High Def Digest" relativiert: Paramount habe auf Anfrage mitgeteilt, dass bei der CES entgegen ursprünglicher Pläne keine weiteren Filme auf HD DVD angekündigt würden. Man werde "keine neuen High-Definition-Ankündigungen" machen, zitiert "High Def Digest" aus einer Mitteilung von Paramount/Dreamworks.
HD DVD wird von einer Reihe von Unternehmen gestützt, federführend dabei sind Toshiba, was die Hardware, und Microsoft, was Software und Video-Codecs angeht. Toshibas Aktien haben in den vergangenen Tagen einiges an Wert eingebüßt, Sony-Aktien dagegen legten an der Börse in Tokio gestern 3,4 Prozent zu. Sony versucht mit viel Aufwand, das Blu-ray-Format als Standard für Videodatenträger der nächsten Generation durchzusetzen. Auch in Sonys Spielkonsole Playstation 3 ist ein Blu-ray-Player eingebaut.
cis