Fotostrecke Virtueller Rundgang durchs Bernsteinzimmer
Ab dem Wochenende ist in Essen eine begehbare virtuelle Rekonstruktion des legendären Bernsteinzimmers zu sehen. SPIEGEL ONLINE lädt Sie zu einem kleinen Rundgang durch das Computermodell ein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Essen - Seit Kriegsende ist das legendäre Bernsteinzimmer verschollen, doch die virtuelle Rekonstruktion des zehn mal zehn Meter großen Barockkabinetts lässt zumindest einen groben Eindruck entstehen, wie prachtvoll das Geschenk des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. an den russischen Zaren Peter I. einst war.
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Ab Sonntag können nun Besucher drei Mal täglich im Essener Ausstellungszentrum "Cube" durch ein einzigartiges Virtual-Reality-Bernsteinzimmer in Originalgröße wandern. Neben der "normalen" Perspektive sind auch virtuelle Reisen, etwa aus dem Blickwinkel einer Fliege möglich.
Vier Monate lang hatten zehn Virtual-Reality-Spezialisten der Potsdamer Firma artemedia alle Hände voll zu tun, um den Nachbau des sieben Meter hohen Zimmers im Computer wieder erstehen zu lassen. Auf ein detailliertes Gitternetzmodell wurden insgesamt 120 verschiedene Oberflächen montiert. Als einzige Vorlage bei der Rekonstruktion dienten vier gezeichnete Wandansichten und rund 200 originale Fotos des Bernsteinzimmers - ein Bauplan mit Maßangaben existiert nicht mehr. Im fertigen Modell erscheint das historische Zimmer nun im Zustand von 1760; mit Möbeln, Konsolen und einer kleinen Standuhr.
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Finanziert wurde die Rekonstruktion im Computer von der Essener Ruhrgas AG, die in Russland eine weit aufwändiger Wiederherstellung des Bernsteinzimmers bezahlt. Im Katharinenschloss von Zarskoje Selo entsteht seit 1979 ein originalgetreuer Nachbau aus Ostseebernstein. Er ist derzeit zu zwei Dritteln fertig gestellt und soll in rund 2 Jahren öffentlich gezeigt werden.