Gehackt: Microsoft zieht die Notbremse - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gehackt Microsoft zieht die Notbremse

Microsoft scheint sein firmeninternes Netzwerk nach dem Hackerangriff noch nicht wieder voll im Griff zu haben. Die Konzernzentrale sperrte 39.000 Mitarbeitern aus aller Welt die externen Zugänge.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seattle - Zwischen den PR-Verlautbarungen und den Realitäten klafft bei Microsoft offenbar eine Lücke. Während Unternehmenssprecher Rick Miller nicht müde wird, zu beteuern, dass die virtuellen Einbrecher keinen Zugriff auf die Quellcodes der Hauptsoftware gehabt hätten, sieht es firmenintern anders aus.

Die Sicherheitsleute, die die Hackerattacke zunächst als "Anomalien des Systems" verstanden hatten, sperrten das angegriffene Netzwerk für ihre eigenen Mitarbeiter, die sich nicht von einer Microsoft-Niederlassung einloggen. Ob und welche Konsequenzen diese Maßnahme für die Entwicklung künftiger Produkte hat, ist völlig unklar.

Miller räumte auch ein, dass der illegale Zugriff auf die geheimen Daten von einem Heimcomputer eines Mitarbeiters erfolgte. "Wir prüfen diese Möglichkeit", sagte er lapidar.