Gehackte Kreditkarten Wer bietet mehr?
Im Internet, heißt eine alte Web-Weisheit, sind alle gleich. Das musste heute auch American Express anerkennen, die sich in den Kreis der um Millionen Kreditkartendaten erleichterten Unternehmen gesellte. Ein unbekannter Cracker hatte sich irgendwann in den letzten Wochen kräftig bei einem nicht genannten Drittunternehmen bedient, das mit der Abrechnung von Kreditkartenrechnungen betraurt war - offenbar von allen beteiligten Firmen.
Visa und Mastercard hatten schon am Dienstag zugegeben, dass der Cracker rund 5 Millionen Datensätze abgefischt habe. Heute erhöhten sie die Zahlenangaben - mit Unterstützung durch American Express, die ebenfalls die Hose hinunter ließen - auf 8 Millionen.
Das tut weh, wenn auch nicht den zunächst betroffenen Kunden: Sollte von deren Konten Geld verschwunden sein, das stellen amerikanische Kreditkarten-Verträge sicher, entsteht ihnen daraus kein Schaden. Den trägt stattdessen das Kreditkartenunternehmen, dessen Renomee zudem an der Sicherheit seiner Karten und Konten hängt. Visa beeilte sich darum auch zu betonen, dass noch keine der Karten missbraucht worden sei. Selbst auf Anfrage wollten Sprecher von MasterCard sich so weit nicht aus dem Fenster hängen: Alles, alles werde nun sorgfältig geprüft.
Gemeinsam bemühten die Unternehmen Experten, die versicherten, dass jetzt wohl auch nichts passieren werde: Gemeinhin versuchten Kriminelle, geklaute Kreditkarten in den ersten ein bis zwei Tagen zu missbrauchen. Das aber sei nicht geschehen.
Bisher ist nicht bekannt, wann der spektakuläre Crack gelang. Entdeckt wurde er Anfang Februar.