Gerichtsentscheid Teilerfolg für Napster
Los Angeles - Im März hatte Patel in einer einstweiligen Verfügung angeordnet, dass Napster den ungehinderten Zugang zu lizenzierten Songs verhindern muss. Mittlerweile hat sich allerdings gezeigt, dass dies leichter gesagt als getan ist. User können die entsprechenden Filter leicht überlisten, indem sie die Namen der angebotenen und gesuchten Titel leicht variieren.
Napster erklärte, es brauche von der Musikindustrie deshalb nicht nur den Namen, sondern zumindest einen Dateinamen zu Identifizierung, um die Auflage zu erfüllen. Patel gab Napster indirekt Recht, indem sie der Musikindustrie vorwarf, es sich zu leicht zu machen.
Nach eigenen Angaben hat Napster bereits mehr als 1,7 Millionen Musikdateien gesperrt. Die Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) wirft der Tauschbörse dagegen weiter vor, dass die meisten urheberrechtlich geschützten Titel noch immer verfügbar seien.
Ganz funktionslos scheinen die Filter indessen nicht zu sein: Eine aktuellen Studie von Jupiter Media Metrix stellt fest, dass Napster allein von Februar bis März 2001 rund 20 Prozent seiner Nutzer verloren hat. Seit der Einführung von Software zum Blockieren von urheberrechtlich geschütztem Material sei die Zahl der Nutzer von 15 Millionen im Februar auf zwölf Millionen im März gefallen, teilte das Marktforschungsunternehmen mit.