Gimmicks und Geräte: Ein Bildschirm, der nie schmutzig wird - DER SPIEGEL
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Gimmicks und Geräte Ein Bildschirm, der nie schmutzig wird

Eier kann man nicht darauf braten, aber sonst hat die neue LCD-Technik von LG Philips so einiges mit Teflon-Pfannen gemein: Dreck und Fett perlen einfach ab. Außerdem: Ein Laptop-Schmuckstück, neue iPod-Konkurrenz, Amazons E-Book-Lesegerät. Das und mehr im Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bereits in der ersten Hälfte des nächsten Jahres bringt LG Philips eine kleine Innovation auf den Markt, die alle glücklich stimmen dürfte, die gern mit dem Finger auf ihrem Bildschirm herumporkeln: den schmutzabweisenden LCD-Monitor. Möglich macht das eine Oberflächenstruktur, die viel mit Teflon-Pfannen gemein hat.

Die Entwickler des Joint Venture sprechen ihrem Produkt zudem auch noch ein einfacheres Produktionsverfahren zu. Weil die zur Entspiegelung von LCDs eingesetzten Beschichtungen ziemliche Schmutzfänger seien, müssten die Monitore gemeinhin mit einer zweiten Beschichtung versehen werden, um Verschmutzungen zu verhindern. Mit der neuen Technik sei dies nicht mehr nötig.

Zum Einsatz kommen werden die neuen Anti-Haft-beschichteten Displays vor allem bei mobilen Rechnern. Gerade bei Laptops lassen sich lästige Fingerabdrücke nur schwer vermeiden.

Amazon bringt E-Book auf den Markt

Technik-Interessierten erscheint jede Ankündigung, jetzt beginne die Zeit des elektronischen Bücherlesens, schon fast nostalgisch: Das elektronische Buch wird seit 1996 in regelmäßigen Abständen als Revolution des Lesens gefeiert. Passiert ist bisher herzlich wenig.

Mit Amazon wagt sich nun ein richtig großer Player auf den mikroskopisch kleinen Markt der elektronischen Lesegeräte. Jemand steckte den Reportern von "New York Times" und "Wall Street Journal", Amazon werde zu aller Überraschung eine eigene Hardware aus dem Hut zaubern, die nicht zuletzt dem Verkauf digitaler Buchausgaben auf die Sprünge helfen soll.

So, wie Apples iPod über einen kurzen Draht mit dem iTunes Store verbunden ist, setzt auch Amazon auf die Kopplung seines Kindle genannten Readers mit dem eigenen eBook Store. Das Lesegerät verfügt über WiFi und ist so nicht auf eine Dockingstation oder sonstig verkabelte Verbindung zu einem Rechner angewiesen, sondern kann sich an jedem Hotspot direkt im elektronischen Buchladen bedienen.

Frühere E-Book-Lesegeräte scheiterten nicht nur daran, dass sie nicht das boten, was sie versprachen, zu klobig, schwer oder leistungsschwach daherkamen, sondern vor allem auch teuer waren. Zumindest daran hat sich wenig geändert: Auch der Kindle soll nach Informationen der Zeitungen um 399 Dollar kosten. Zieht man dann in Betracht, wie gering die seltenen Preisvorteile von elektronischen gegenüber gedruckten Büchern ausfallen, wird es schwer, einen solchen Kauf rational zu begründen. Es dürfte also darauf ankommen, als wie schick die neuen Geräte wahrgenommen werden.

Goldiger Laptop: Kitsch as Kitsch can

Endlich gibt es den passenden Laptop für Damen mit einer Vorliebe für Stiefeletten mit Paillettenbesatz und fluffigen Federboas: den NEC Hello Kitty. Das mit rund 1300 Euro noch nicht einmal sonderlich teure Gerät kann respektable Leistungsdaten aufweisen (AMD Turion-Prozessor, 15,4 Zoll WXGA-Bildschirm, 2 GByte Arbeitsspeicher und 120 GByte Festplatte), glänzt aber natürlich vor allem, weil er glänzt.

Das verdankt er einem schicken Besatz mit Swarovski-Kristallen in einer Art goldig-pinkem Barbie-Kätzchen-Design. Auf ein mit Herzchen verzierten Mobilrechner haben wir alle natürlich seit langem gewartet. Dass der aber auch noch mit einer herzförmigen, mit einem gold-pinkem Herzchen verzierten Maus ausgeliefert wird, ist wahrlich herzerwärmend. Ein durch und durch schnuckeliges Gerät.

Kein Zweifel: Weihnachten naht

Was der japanische Konzern Matsushita da vorstellt, ist neben dem Spekulatius-Sonderverkauf im Baumarkt das letzte untrügliche Zeichen, dass ab sofort jederzeit mit Weihnachten gerechnet werden muss. Das P9051 sieht aus, als sei es nur dafür gemacht worden, in Geschenkpapier gewickelt zu werden.

Der kleine Communicator kann sogar was: Eingebaut ist eine Fünf-Megapixel-Kamera mit CMOS-Chip und das Drei-Zoll-Display lädt nicht nur zu Surftouren ein, sondern dient auch als Taschenfernseher. Ach ja, telefonieren kann man damit auch.

pat

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