GMX Bringen "exklusive Sponsoren" die Wende?
Hannover - GMX wolle sich zu einem Kommunikations- und Informationsportal entwickeln, sagte Vorstand Andreas Biel auf der Cebit in Hannover. Nutzer, die die neuen Angebote in Anspruch nehmen wollen, müssten eine gültige Postadresse angeben und der Weitergabe dieser Adresse an "exklusive Sponsoren" zustimmen.
Wer dies tut und Gefahr läuft, seinen Briefkasten mit "exklusiven" Werbebriefen vollgemüllt zu bekommen, den belohnt GMX mit einem erweiterten Angebot. Unter anderem sollen dann eine deutlich erweiterte Termin- und Organisationsplanung zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit der zur Milchstraßen-Gruppe gehörenden Tomorrow Internet AG erweitert GMX außerdem seinen Online-Auftritt um sieben Themen-Kanäle, unter anderem mit Nachrichten, Downloads und Shopping-Bereichen.
Mit den zusätzlichen Services und dem neu designten Online-Auftritt, der allerdings von einigen Usern als sehr unübersichtlich kritisiert wird, will GMX im Jahr 2002 schwarze Zahlen schreiben. Ralph Donnermuth, Chef des Mehrheitsgesellschafters United Internet hatte unlängst in einem Interview mit manager-magazin.de gesagt, GMX habe "noch bis Ende 2001 genug Geld in der Kasse."
Im Streit um die neue Strategie hatte GMX-Erfinder Karsten Schramm, 34, die Firma kürzlich verlassen. Schramm hatte den Kurs von United Internet scharf kritisiert und wollte weiterhin auf Werbefinanzierung für GMX setzen und mit steigenden Mitgliederzahlen höhere Anzeigenerlöse erzielen.