Handspring Treo Halb Handy, halb PDA
Eine feine, kleine Sache ist das, was der US-Hersteller Handspring da vorstellt: Ein Organizer, dem man direkt ansieht, dass er mehr ist. Ein Hybrid ist das, "unten rum" PDA - und oben Antenne.
Viel kleiner wäre das alles kaum möglich gewesen. Auf "Operationsgröße" kommt der Treo erst durch seinen Klappmechanismus: Unter der glatten Schale wartet eine Tastatur für Leute ohne Probleme mit der Feinmotorik. Ersten Tests zufolge ist die jedoch so "eindeutig", dass wenig Probleme aufkommen: Der Tastenwiderstand ist groß genug, um zu fühlen, ob das, was man da drückt, nun ein X oder U ist. Nur Wurstfinger darf man nicht haben, sonst wird SMS zum Sado-Maso-Schreiben.
Wem das zu pusselig ist und wer sowieso perfekt schon PDA-Normschriften beherrscht, der greift zur Modellvariante mit Schrifterkennung, die selbstredend ebenfalls angeboten wird. Wobei bei beiden Varianten sowohl Touchscreen als auch Tastatur integriert ist - nur die Schwerpunkte werden anders gesetzt. Wo da der Sinn liegt, wissen die Entwickler: Bequem ist es allemal.
Schrifterkennung oder die Tastatur braucht man beim Treo nicht nur, um seine Termine zu verschieben: Handy-Teil sei dank verfügt der Treo natürlich über E-Mail-Funktionalitäten, und weil selbst das vielen heute schon nicht mehr reicht, macht ihn ein eingebauter Browser zur Mini-Surfstation.
Der beherrscht Wap (was bisher niemand so recht will) und HTML - was in Anbetracht der Displaygröße leicht mühselig erscheint. Flügel soll dem Treo dabei die GPRS-Fähigkeit verleihen, die dem Ding theoretisch mit 56,6 Kilobit pro Sekunde durchs Web helfen soll. Theoretisch, denn zunächst wird Treo ohne die entsprechende Software auf den Markt kommen - was Hersteller Handspring dann per Nachlieferung und per Download bereinigen will.
Fazit: Schönes Gerät, stolzer Funktionsumfang - und noch stolzerer Preis. Für rund 700 Euro darf man so viel Leistung dann wohl auch erwarten. Mindestens.