Handy-Trends Billigstes Design
Das Ding ist goldig, keine Frage, und auch ziemlich eckig: Alles in allem sieht es so aus, wie man sich ein Klapp-Handy vor vier bis fünf Jahren wohl vorgestellt haben mag. Der Eindruck aber täuscht, dieses N702iD FOMA ist so wenig ein Handy vom Wühltisch wie das verwandte Modell F702iD 3G FOMA oder seine drei Brüder. Echte Designer haben da Hand angelegt, sagt Japans Telefonriese NTT Docomo - also müssen knittrig-goldig bis quietschrot wohl trendy sein.
Und selbst, wenn dem bisher nicht so sein sollte: Die fünf neuen Modelle, die Docomo nun in Tokio vorstellte, sollen den Markt schon deshalb aufrollen, weil sie ungewöhnlich preiswert sind: Sie stellen die japanische Aldi-Variante eines 3G-Handys für die breite Masse dar.
Überzeugen sollen sie aber nicht nur dank ihres Preises von voraussichtlich rund 140 Euro, sondern wegen ihrer inneren Werte: Die Dinger sind zugleich die mobile Brücke zum Fernseher. Die über den Docomo-Service "i-channel" ausgelieferte TV-Programm-Übersicht lässt sich direkt nutzen, um das Handy als Fernsteuerung für den Fernseher, für DVD- oder Festplattenrekorder zu nutzen. Hoffentlich ruft dann nicht gerade einer an.
Das dürfte erst der Anfang der viel beschworenen Multimedialität sein. Vor knapp einem Monat hatte sich Docomo gar in ein TV-Network eingekauft, denn der Konzern sieht im mobilen Fernsehen einen kommenden, gewinnträchtigen Trend. Bis dahin werden den "FOMA"-Handys zumindest schon einmal per "i-channel" Nachrichten, Wettervorhersagen, Klatschnachrichten und Entertainment, Sport-News und Horoskope auf den Standby-Bildschirm gerundfunkt.