Hardware Kalte Dusche für den Prozessor
Palo Alto Nach den Vorstellungen von Hewlett-Packard sollen Inkjet-Düsen mikroskopisch kleine Flüssigkeitstropfen auf die heißesten Stellen von Prozessoren sprühen. Unternehmensangaben zufolge wird ein nur drei Millimeter breiter Chip künftig so viel Wärme wie eine 100-Watt-Glühbirne erzeugen.
Um die Computer vor dem Hitzschlag zu bewahren, soll ein Miniatur-Sprüher, die Weiterentwicklung der klassischen Patrone für HP-Tintenstrahldrucker, die jeweils heißeste Ecke eines Chips mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit benetzen. Das verdampfende Gas wird dann eingefangen, von einem Kondensator wieder flüssig gemacht und recycelt. Laut HP-Foscher Chandrakant Patel soll diese Sprühkühlung bereits in drei bis fünf Jahren zum Einsatz kommen.
Das Hauptproblem sei die ungleiche Verteilung der Wärme, sagte Patel: "Wenn im Theater jeder auf seinem Platz sitzt, ist die Kühlung einfach. Aber wenn sich 100 Zuschauer auf einem Platz drängeln, wird es unbequem", erklärt Patel. Deshalb will HP Mess-Roboter einsetzen, die Hitzeherde ausfindig machen. Diese sollen dann für Kühlung sorgen oder die Rechenbelastung innerhalb des Raumes gezielt umverteilen. Damit könnte laut Patel bis zu ein Viertel der Energiekosten eingespart werden.