Hintergrund Boombranche in Zahlen
Hannover - Die Informationstechnik und Telekommunikation weist in Deutschland seit Jahren Wachstumsraten um zehn Prozent auf. Nach den Prognosen des Dachverbandes Bitkom wird dies auch so bleiben.
1999 überschritt der Branchenumsatz erstmals 200 Milliarden Mark und das deutlich. Die Telekommunikation machte bei einem Zuwachs von 10,3 Prozent Geschäfte im Wert von 111 Milliarden Mark, die Informationstechnik lag mit einem Plus von 8,9 Prozent bei 103 Milliarden Mark. Das Gesamtwachstum wird für 2000 auf 9,4 Prozent und für 2001 auf 8,2 Prozent geschätzt.
Am Weltmarkt mit einem Umsatz von 3,4 Billionen Mark haben die Deutschen nach wie vor mit deutlichem Abstand hinter den USA (25 Prozent) und Japan (zehn Prozent) nur einen Anteil von sieben Prozent. Europa insgesamt schließt dagegen mit 32 Prozent fast zu den USA auf. Die Stärken der Europäer liegen laut Bitkom gerade bei den kommenden Wachstumsmotoren: bei Onlinediensten und Mobilkommunikation.
In Deutschland wird erwartet, dass im Jahr 2005 bei knapp 30 Millionen Internet-Anschlüssen zwei Drittel aller Bürger übers Internet erreichbar sind. Spätestens dann sei das Internet der Marktplatz Nummer eins. In diesem Jahr rechnet Bitkom mit einem Umsatz über das Internet von 7,5 Milliarden Mark, 40 Prozent mehr als 1999.
Mit Handys, Mobilfunk und dazugehörigen Diensten wurden 1998 noch 23,5 Milliarden Mark in Deutschland umgesetzt, bis 2001 wird sich dieser Betrag auf 47 Milliarden Mark verdoppelt haben. In diesem Jahr bereits werden die neuen Kommunikationsdienste mehr Umsatz machen als das klassische Telefon im Festnetz - trotz sinkender Tarife.