Hohe Verluste: Playstation belastet Sony-Bilanz - DER SPIEGEL
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Hohe Verluste Playstation belastet Sony-Bilanz

Der japanische Elektronikkonzern Sony Corp. hat im ersten Geschäftshalbjahr rote Zahlen geschrieben. Grund: hohe Investitionen im Spielebereich und Abschreibungsverluste auf Grund neuer US-Bilanzrichtlinien.
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Im Spielebereich hat Sony im ersten Halbjahr einen operativen Verlust von umgerechnet 393 Millionen Mark erlitten, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 995 Millionen Mark Gewinn eingefahren worden waren. Zwischen April und September betrugen die Verluste von Sony insgesamt 1,49 Milliarden Mark. Das laufende Jahr will Sony trotzdem mit einem Gewinn von 218 Millionen Mark abschließen. Das wären allerdings immer noch rund 92 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Konzern führt die schlechtere Bilanz vor allem auf eine Änderung der US-Bilanzrichtlinien für Marketingkosten im Filmbereich zurück. Zudem belaste der gegenüber dem Dollar und dem Euro starke Yen das Exportgeschäft. Des Weiteren investiere Sony massiv in die neue Playstation 2, die zum Kernprodukt des Unternehmens werde, sagte Vizepräsident Masayoshi Morimoto. Zwischen Juli und September hatte der Konzern 980.000 der neuen Spielekonsolen verkauft. Im selben Quartal setzte Sony 3,4 Millionen Softwaretitel für die neue Konsole ab, die seit Donnerstag in den USA auf dem Markt ist. Wegen Produktionsproblemen werden statt der geplanten eine Million Konsolen aber zunächst nur 500.000 ausgeliefert.

Die geringeren Gewinne stehen einem steigenden Umsatz gegenüber, den der Konzern dank starker Nachfrage nach Elektronikprodukten im In- und Ausland im ersten Geschäftshalbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent auf 70 Milliarden Mark steigern konnte. Vor allem Digitalkameras und Camcorder hätten den operativen Gewinn im Elektronikbereich deutlich gesteigert.

Seine internationalen Finanzgeschäfte bündelt Sony in einer neuen Tochtergesellschaft. Die Sony Global Treasury Services Plc. soll im Dezember in London mit einem Startkapital von 1,9 Milliarden Mark gegründet werden. Über das neue Unternehmen sollen künftig unter anderem sämtliche Devisengeschäfte der Sony-Gruppenunternehmen abgewickelt werden. Auf diese Weise will Sony seine weltweiten Finanztransaktionen effektiver gestalten. Die neue Sony Global Treasury Services werde eine vollständige Tochterfirma der Sony Holding (Asia) BV in den Niederlanden sein, hieß es weiter.