Ifa-Eröffnung: Merkel fordert stromsparende Technik ein - DER SPIEGEL
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Ifa-Eröffnung Merkel fordert stromsparende Technik ein

Der Großtrend der Ifa in Berlin ist gesetzt: In ihrer Eröffnungsrede drängte Kanzlerin Angela Merkel die Industrie, Geräte zu entwickeln, die weniger Strom fressen. Berlins Bürgermeister Wowereit wünscht sich zudem Handbücher, die er auch verstehen kann.
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Berlin - Die 48. Internationale Funkausstellung (Ifa) in Berlin ist am Freitag für das Publikum geöffnet worden. Bis zum 3. September zeigen 1245 Aussteller aus 63 Ländern ihre Neuheiten - das sind mehr als jemals zuvor. Erstmals werden Haushaltsgeräte auf der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik präsentiert.

Kanzlerin Angela Merkel forderte die Unternehmen in ihrer Eröffnungsansprache auf, energieeffiziente Geräte zu produzieren. Man dürfe nicht außer acht lassen, wie gerade mit Kleingeräten im Stand-by-Betrieb Energie eingespart werden könne, sagte sie am Donnerstagabend auf der Eröffnungsgala vor rund 500 geladenen Gästen. Dadurch könnten zwei Großkraftwerke entlastet werden. "Kleinvieh macht auch Mist", sagte Merkel.

Sie wies zudem darauf hin, dass es gute Möglichkeiten der Energieberatung gebe. Die Forderung der Kanzlerin wird von den Verbraucherverbänden unterstützt. Auch Verbände der Elektronikindustrie haben das Thema in letzter Zeit für sich entdeckt (siehe auch Kasten unten).

Merkel forderte Offenheit gegenüber neuen Technologien. Junge Leute müssten befähigt werden, diese zu nutzen und diese auch weiterzuentwickeln. Die IFA würdigte die Kanzlerin als Spiegel und Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Zudem sei sie immer und auch in diesem Jahr am Puls der Zeit.

Der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit forderte die Industrie auf, verständlichere Anleitungen für ihre Produkte zu erstellen. "Ich erwarte von der Industrie, dass ich nicht erst 20 Handbücher lesen muss, bevor ich den Videorekorder starten kann", sagte er.

Flachbild-Fernseher: Weiter Geldkuh der Branche

Im Mittelpunkt stehen auch in diesem Jahr wieder die Flachbildfernseher, das hochauflösende Fernsehen HDTV, Digitalkameras, Notebooks, Navigationsgeräte und Audio-Anlagen. Angesichts der stark steigenden Strompreise werben die Hersteller wie nie zuvor mit der Energieeffizienz ihrer Geräte. Die Unterhaltungselektronik-Branche rechnet damit, dass ähnlich wie 2007 Aufträge im Wert von 2,75 Milliarden Euro gezeichnet werden.

Erwartet werden auf dem Ausstellungsgelände unter dem Funkturm bis 3. September wieder über 220.000 Besucher. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr. Im Vorverkauf kostet eine Tageskarte 10 Euro, an der Kasse 14, ermäßigt 10 Euro. Das Schülerticket gibt es für 5,50 Euro.

pat/AP

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