Intel-Gründer Grove Internet-Steuer ist gerecht
Intel-Chef Andrew Grove wollte bei der Anhörung vor dem US-Senat zunächst die Konfrontation mit seinen Kollegen aus anderen Technologie-Unternehmen vermeiden und ließ das Thema Internet-Steuern offen, heißt es in einem Bericht von "InformationWeek online". Der Intel-Gründer sagte später, er habe von den Managern, die nach ihm vor dem Senat sprachen, "nicht geschlagen werden wollen". Erst auf die ausdrückliche Nachfrage des republikanischen Senators Ted Stevens erläuterte Grove seinen Standpunkt: Die Steuerbehörden sollten nicht zwischen Umsätzen in der "Old Economy" und denen in der "New Economy" unterscheiden.
Aus Gründen der Gleichbehandlung solle für Online-Umsätze die gleiche Steuersystematik gelten wie für Offline-Umsätze. Das gebiete die Vernunft, weil sonst Ungleichgewichte zwischen verschiedenen Bereichen der Wirtschaft drohten.
In den USA und in der EU werden derzeit Verordnungen über die Erhebung von Mehrwertsteuer auf Internet-Umsätze vorbereitet. Ein Vorschlag des EU-Kommissars Frits Bolkestein sieht vor, bei Geschäften zwischen Unternehmen die Mehrwertsteuer am Sitz des Käufers zu erheben, bei Geschäften zwischen Unternehmen und Privatkunden am Sitz des Verkäufers. In den USA gibt es ähnliche Bestrebungen.