Internet-Cafés: Surf-Mensa statt Web-Bistro - DER SPIEGEL
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Internet-Cafés Surf-Mensa statt Web-Bistro

Firmengründer Stelios Haji-Ioannou will mit einem ungewöhnlichen Typ von Internet-Cafés den deutschen Markt aufrollen. Seine Surfshops verbreiten das Ambiente riesiger universitärer Speisesäle.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wer bisher in Deutschland ein Internet-Café besuchte, kannte diese als gemütlich eingerichtete Web-Bistros. Easy Group  startet im September mit einem neuen Konzept: Das britische Unternehmen richtet in deutschen Städten riesige Surfhallen ein, die an universitäre Mensen erinnern, berichtet "manager magazin online".

In München entsteht auf 1200 Quadratmetern eine Webhalle mit 600 Surfstationen, in Berlin werden auf 900 Quadratmetern 400 PCs aufgestellt. Die Surfhallen liegen jeweils in der Nähe von Hauptbahnhöfen und werden rund um die Uhr geöffnet sein.

Das ungewöhnliche Konzept hat sich bereits in anderen Städten bewährt. In London, Edinburgh, Amsterdam, Rotterdam und Barcelona verbreiten bereits neun Easy-Everything-Filialen das McDonald's-Flair. Dicht nebeneinander angeordnete Tastatur-Monitor-Kombinationen, einfache Stühle, kahle Tischreihen und Café-Bars im Fastfood-Stil sind die schlichten Stilelemente.

Frühaufsteher surfen günstiger

Der Erfolg der Kette basiert in erster Linie auf einem ungewöhnlichen Preismodell. Ähnlich wie bei einer Telefonkarte kauft sich der Nutzer für eine beliebige Summe ein bestimmtes Kontingent, beispielsweise für 20 Mark fünf Stunden. Die britischen Surfer können für ein britisches Pfund bis zu sechs Stunden im Web surfen, was einem Dumpingpreis von 53 Pfennig pro Stunde entspricht. Als Durchschnitt gelten in Deutschland derzeit fünf bis sieben Mark pro Stunde.