IT-Berufe Wenig Interesse bei Frauen
Wiesbaden - Die Zahl der Ausbildungsanfänger im IT-Bereich hat 1999 im Vorjahresvergleich um 51 Prozent auf 13.500 zugelegt. Damit lag ihr Anteil an der Gesamtzahl der Lehrlinge bei 2,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Frauen sind jedoch deutlich unterrepräsentiert: Von ihnen ließen sich nur 1900 oder 14 Prozent in Berufen der Datenverarbeitung ausbilden. Insgesamt schlossen im vergangenen Jahr 635.600 Jugendliche einen Lehrvertrag neu ab. Das sind 3,9 Prozent oder 23.700 mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der jungen Leute in Ausbildung lag mit nahezu 1,7 Millionen Jugendlichen um 2,4 Prozent höher als im Vorjahr.
In den Datenverarbeitungsberufen erlernen mit 46 Prozent die meisten den Ausbildungsgang Fachinformatiker, gefolgt vom Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker (21 Prozent) und Informations- und Telekommunikationssystemkaufmann (15 Prozent). Bei den Frauen führt ebenfalls der Beruf Fachinformatikerin mit 38 Prozent, doch bevorzugen sie stärker kaufmännisch orientierte Berufe wie Informations- und Telekommunikationssystemkauffrau und Informatikkauffrau mit 33 Prozent beziehungsweise 23 Prozent.
In rein schulischen Berufsausbildungen in Berufsfachschulen und Schulen des Gesundheitswesens nahmen im Schuljahr 1998/99 rund 136.700 Jugendliche eine Ausbildung auf, davon 8000 oder sechs Prozent in Datenverarbeitungsberufen. In der schulischen Berufsausbildung waren drei Viertel aller Anfänger junge Frauen. Sie blieben aber bei den schulisch ausgebildeten Berufen der Datenverarbeitung mit 23 Prozent deutlich in der Minderheit.