JXTA von Sun: Wunderwaffe im Napster-Design - DER SPIEGEL
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JXTA von Sun Wunderwaffe im Napster-Design

Hinter dem kryptischen Namen JXTA verbirgt sich ein neuer Standard für immer populärer werdende Peer-to-Peer-Anwendungen im Netz. Mit ihm will Sun seinen Java-Erfolg wiederholen und gegen Microsoft Front machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei dem Projekt mit dem gewöhnungsbedürftigen Titel, gesprochen wird er übrigens "dschagsta", geht es darum, eine neue Plattform für Peer-to-Peer-Anwendungen im Netz zu etablieren. Seit dem Run auf die populäre Musiktauschbörse Napster ist diese Technik verstärkt in den öffentlichen Blickpunkt gerückt.

Das Prinzip von Peer-to-Peer (P2P) ist relativ einfach. Mehrere Computer, die peers, können gleichberechtigt auf die Ressourcen der anderen Teilnehmer des P2P-Netzwerks zugreifen, zum Beispiel Dateien, Speicherplatz oder Prozessorleistung. Die Zugriffe laufen dabei direkt zwischen zwei peers, einen zentralen Server, der alle Prozesse koordiniert gibt es nicht. Neben dem direkten Austausch von Dateien (Filesharing) ist vor allem die Aufteilung von Rechenaufgaben (Distributed Computing) mittels P2P interessant. Konzerne wie Intel, Microsoft, Hewlett-Packard und nicht zuletzt Sun versuchen sich deshalb auf diesem Markt zu positionieren.

In gut einem Jahr sollen die ersten Geräte, die mit JXTA-Funktionen ausgestattet sind, auf den Markt kommen, prognostizieret Sun. Entwicklern stehen dazu seit dieser Woche die Spezifikationen im Web zur Verfügung. In Zukunft soll JXTA als Open-Source-Projekt weitergeführt werden.

Sun verspricht sich nach eigenen Angaben keine direkten Profite aus der Arbeit mit JXTA. Allerdings hofft die Firma offensichtlich darauf, dasss möglichst viele der zu verknüpfenden Peers Java "sprechen", eine Sprache die nach Sun-Logik auf den Computern des eigenen Hauses am besten läuft.

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