Kampf gegen Hacker: Pentagon setzt auf James-Bond-Methoden - DER SPIEGEL
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Kampf gegen Hacker Pentagon setzt auf James-Bond-Methoden

Der Agent seiner Majestät hat es vor gemacht: Jetzt wollen auch die US-Streitkräfte auf filmreife Methoden setzen, um Hackern das Leben schwer zu machen. Dabei sind auch "anrüchige" Abwehrtechniken im Gespräch.
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Washington - Künftig sollen die Pentagon-Rechner nicht mehr durch traditionelle Passwörter, sondern durch biometrische Sicherheitssysteme geschützt werden. Dahinter stecken Stimm- und Irisanalysen der Benutzer. Selbst der Körpergeruch könne als Passwort-Ersatz verwendet werden, berichtete die Zeitung "USA Today" am Donnerstag.

Der Computer vergleicht dabei mit Hilfe digitaler Kameras oder anderer Sensoren die körperlichen Merkmale der Benutzer und gleicht sie mit seiner Datenbank ab. Bereits in der kommenden Woche werde das Verteidigungsministerium ein Hauptquartier für biometrische Sicherheitssysteme in der Nähe von Washington eröffnen. Im August soll ein Datenzentrum folgen. Dort werden Fingerabdrücke sowie digitale Fotos von Ohrläppchen und anderen Körpermerkmalen Tausender Offiziere und Soldaten archiviert.

Nach Angaben der Zeitung werden die Pentagon-Computer im Schnitt siebenmal am Tag von Hackern angegriffen, die mehr oder minder wahllos Passwörter ausprobieren. Mit den neuen Methoden könnten die Computer viel effektiver geschützt werden. Datenschützer verweisen allerdings auf die Schattenseite der Medaille: Die riesige neue Datensammlung, die die Armee anlegen muss, kann auch leicht missbraucht werden.