Kampf gegen Palm: Microsoft versucht's noch einmal - DER SPIEGEL
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Kampf gegen Palm Microsoft versucht's noch einmal

Zwei Jahre nach dem "Windows CE"-Desaster startet Microsoft einen neuen Versuch, in den Markt für Handhelds einzudringen. Diesmal heißt das Produkt "Pocket PC", und es soll wieder mal alles können.
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New York - Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag berichtete, will der Konzern am Mittwoch einen Minicomputer auf den US-Markt bringen, der mit einer neuen Variante des Betriebssystems "Windows CE" arbeitet. Die Hardware soll von Partnern wie Hewlett Packard, Casio oder Compaq hergestellt werden.

Damit erneuert Microsoft seinen Angriff auf den Hersteller Palm, der mit seinen schlanken PDAs den Markt seit Jahren im Griff hat. Die letzte Offensive hatte sich vor zwei Jahren totgelaufen: Bislang arbeiten 80 Prozent der Minicomputer mit einem Palm-Betriebssystem und nur zehn Prozent mit Windows CE. Das bisherige "Windows CE" galt als zu groß und schwerfällig. Microsoft hatte die Kunden nicht von seiner Philosophie überzeugen können, dass Handhelds so viel können müssen wie Desktop-Computer. Die Mehrheit ist zufrieden mit dem "Organizer", der vor allem als erweiterter Kalender dient.

Auch die modernisierte CE-Variante ist ein All-in-One-Paket: Der "Pocket PC" enthält einen Internet Browser, einen MP3-Player und Software zum Lesen elektronischer Bücher. Diesmal soll er allerdings einfacher zu bedienen sein. Die Geräte seien kleiner und könnten sich erstmals mit der Konkurrenz von Palm messen, hieß es. Microsoft strebt einen Marktanteil von bis zu 30 Prozent im Jahr 2002 an.

Die Konkurrenz setzt jedoch weiterhin auf das bewährte Palm-Modell. Handspring etwa bietet den Visor an, einen Organizer, der sich mit allerlei Zusatz-Hardware wahlweise in einen MP3-Player, ein elektronisches Buch und ein Minilabor verwandeln lässt.