Kleincomputer: Krieg der Handheld-Systeme - DER SPIEGEL
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Kleincomputer Krieg der Handheld-Systeme

Der Kampf um internetfähige Handys und Kleincomputer verschärft sich: Nun haben der Handy-Hersteller Nokia und der Handheld-Marktführer Palm Computing ein Abkommen geschlossen, um neue Geräte zu entwickeln.
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Die finnische Mobilnetzfirma Nokia  und die 3Com-Tochter Palm Computing  wollen in der Entwicklung neuer internetfähiger Smartphones kooperieren. Im Rahmen der Vereinbarung wird Nokia das Palm-Computing-Betriebssystem Palm OS lizenzieren, um es auf der eigenen Betriebssystem-Plattform Symbian lauffähig zu machen. Das kündigten beide Unternehmen am Mittwoch an.

Nokia will eine neue Produktlinie von internetfähigen Handheld-Geräten entwickeln, die wie die Kleincomputer von Palm über einen Schreibstift bedient werden sollen. Auf künftigen Geräten sollen sowohl Palm- als auch Symbian-Anwendungen laufen können. Außerdem soll das Wireless Application Protocol (WAP) unterstützt werden.

Auf dem Markt für portable Kleincomputer zeichnet sich damit immer stärker ein Machtkampf zwischen der Symbian- und Palm-Plattform einerseits und dem Microsoft-Betriebssystem Windows CE ab. Symbian  ist ein Joint Venture der Firmen Psion, Ericsson, Nokia, Motorola und Matsushita, das an der Entwicklung eines gemeinsamen Betriebssystems für Mobiltelefone und internetfähige Kleincomputer arbeitet.

Microsoft  versucht seinerseits, die Position seiner Plattform zu verbessern. Bill Gates hat auf der Genfer Telekommunikationsmesse Telecom 99 ein internetfähiges Handy auf Windows-CE-Basis präsentiert, das ohne WAP-Unterstützung läuft. Außerdem kündigte Microsoft am Donnerstag eine Zusammenarbeit mit der British Telecom an, um auf der Basis von Windows CE gemeinsam internetfähige Handhelds zu entwickeln.