Konkurrenzkampf Blackberry wird musikalisch
Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet, der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) wolle sich damit gegen Markt-Rivalen wie Palm oder Motorola in Position bringen. "Es gibt eine Menge Möglichkeiten für den BlackBerry", sagte Unternehmens- Gründer Mike Lazaridis der Agentur. "Multimedia-Technologien gehören notwendiger Weise dazu." Bislang werden Blackberrys vor allem von Managern und Politkern genutzt, weil sie auch unterwegs E-Mails versenden und empfangen können.
RIM hat in den USA derzeit mit einem Rechtsstreit Probleme. Sogar ein Verkaufsverbot für die Geräte könnte im schlimmsten Fall drohen. Sollte das Blackberry-Netz abgeschaltet werden, könnte das gravierende Folgen für die US-Regierung und -Verwaltung haben - denn viele Politiker und Beamte kommen ohne die mobilen Mail-Geräte nicht mehr aus. Sogar das US-Justizministerium hatte sich gegen eine Schließung ausgesprochen, im Fernsehen erklärten Experten, wie User ihre E-Mails auf anderem Wege unterwegs empfangen könnten.
RIM selbst erklärte mehrmals nachdrücklich, man habe bereits eine Ersatzsoftware mit einer Hilfskonstruktion entwickelt, so dass der Service weiter aufrecht erhalten werden könnte. Ob die funktioniert, daran zweifeln viele Experten allerdings. Dann wäre sie doch schon längst auf dem Markt, sagen sie.
Unterdessen rüstet die Konkurrenz auf. Seit der Markteinführung von Microsofts mobilem Betriebssystem Windows Mobile 5.0 ist der automatische E-Mail-Versand auf mobile Geräte auch für andere Hersteller theoretisch relativ leicht umzusetzen.