Konsolen Hat Sega ausgespielt?
London - Bei Dreamcast könne es sich um die letzte von Sega hergestellte Spiele-Konsole handeln, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Kazuhiko Nishi, den Vize-Chef einer an Sega angeschlossenen Konsolen-Tochter. Sega wolle seine Technologie auf anderen Gebieten anwenden, beispielsweise bei Mobiltelefonen.
"Ich denke, Sega wird sich langfristig aus dem Hardwaregeschäft zurückziehen", sagte Nishi dem "Wall Street Journal". Segas Geschäftsplan vom November 2000 sehe keinen Nachfolger von Dreamcast vor. Die Japaner werden Dreamcast trotzdem nicht sofort vom Markt nehmen. Es sei mit einem "langsamen und stillen Rückzug in Ehren" zu rechnen.
Erst vor einigen Tagen wurden Spekulationen laut, der japanische Konsolen-Hersteller Nintendo könnte Sega übernehmen. Auch das Softwareunternehmen Microsoft, das 2002 in Deutschland mit der Xbox an den Start gehen will, wird als möglicher Sega-Käufer gehandelt.