Lizenz-Politik: Strategieänderung: Star Office wird "Open Source" - DER SPIEGEL
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Lizenz-Politik Strategieänderung: Star Office wird "Open Source"

Sun Microsystems legt den Programmcode für StarOffice offen und will das kreative Potenzial der freien Softwareprogrammierer nutzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Palo Alto - Die Bürosoftware kann ab sofort adaptiert werden, bestätigte Marco Börries, Vizepräsident von Sun. Der Konzern folgt damit dem Open-Source-Trend, der vor zwei Jahren durch die Linux-Gemeinde rund um Linus Torwalds einen Siegeszug unter den Betriebssystemen startete. Die Strategie ist klar: Sun möchte das freie und sehr kreative Programmierpotenzial nutzen, um der Office-Konkurrenz aus Redmond die Stirn zu bieten. Als führender Serverhersteller will der Konzern auch am freien Softwaremarkt mehr Hardware verkaufen.

Im Herbst steigt Sun zudem ins Application Service Providing (ASP)-Geschäft ein und bietet über ein eigenes Portal sämtliche Bürosoftware auf Abruf. Die speicherintensive Installation auf der eigenen Festplatte entfällt damit. Sun erwarb Star Office 1999 mit der Übernahme der Hamburger Star Division und puschte mit der kostenlosen Abgabe den Absatz auf bislang 15 Millionen Programmpakete.