M-Commerce: Wer kauft Bücher übers Handy? - DER SPIEGEL
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M-Commerce Wer kauft Bücher übers Handy?

Der Online-Händler Amazon will ab sofort in Japan Bücher über das Handy verkaufen. Deutschland bescheinigt eine neue Studie indessen, dass hier der M-Commerce noch immer in den Kinderschuhen steckt.
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Tokio - Zwei Millionen Bücher in Japanisch und Englisch könnten ab sofort über das i-mode-System des japanischen Mobilfunkbetreibers NTT DoCoMo bestellt werden, teilte Amazon mit. "Japan ist einer der wenigen Märkte für drahtlose Kommunikation", sagte Manager Robert Frederick, der bei dem Online-Händler für den mobilen Zugang zu den Amazon-Websites zuständig ist.

Amazon hatte seine japanische Internet-Site im November vergangenen Jahres gestartet. Der - wenn auch eingeschränkte - Zugang über i-mode soll dem Buchhändler nun mehr als 22 Millionen potenziellen Kunden verschaffen. Selbst wenn sich nur ein Bruchteil davon für die Angebote von Bezos und co. interessiert, dürfte das ein Quantensprung gegenüber den rund 500.000 Kunden sein, die laut Amazon bereits jetzt in den USA, Großbritannien und Deutschland mobil bei dem Unternehmen einkaufen.

Eine Studie des Marktforschungsinstitus Emnid bescheinigt indessen dem M-Commerce in Deutschland bestenfalls eine Nischenstellung, der mobile Handel stecke noch in den Kinderschuhen. Von rund 12 Millionen Menschen, die hierzulande mit WAP-Handys, PDAs und Notebooks mobil auf das Internet zugreifen können, hat danach rund ein Drittel bereits einmal auf diesem Weg eingekauft. Rund 85 Prozent der Befragten erklärten unter anderem, mobile Endgeräte für den Netzzugang seien noch zu teuer.