Massenspeicher: Sun nimmt Milliardenmarkt ins Visier - DER SPIEGEL
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Massenspeicher Sun nimmt Milliardenmarkt ins Visier

Mit einer Serie neuer Produkte startet Sun Microsystems einen Angriff auf den lukrativen Markt der Massenspeicher. Sun-Chef Ed Zander kündigte an, auch Softwareprodukte auf den Markt zu bringen, die gigantische Datenmengen verwalten können.
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Palo Alto - Sun Microsystems, der wichtigste Hersteller von Internet-Servern, stellte seine neue Strategie am Mittwoch in Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien vor. Die angekündigten Produkte ermöglichen es - laut Sun - riesige Datenmengen aus dem Internet und aus firmeninternen Netzen abzulegen. Gleichzeitig wollen die Kalifornier die passende Software auf den Markt werfen, mit der das gigantische Datenvolumen verwaltet werden kann. Als zusätzliche Serviceleistung bietet Sun die Absicherung der Datennetze an.

Im Markt für Massenspeicher wurden nach Angaben von Sun 1999 rund 30 Milliarden Dollar umgesetzt. Das Marktforschungsinstitut IDC habe gar ein Umsatzwachstum auf 46 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2003 prognostiziert. Marktführer ist bislang der Massenspeicher-Spezialist EMC Corp. aus Massachusetts. Allerdings drängen auch Computerkonzerne wie IBM, Compaq, HP und Dell in das Geschäft mit den so genannten Hochverfügbarkeitsspeichern.

Sun Microsystems setzt vor allem auf sein neues System StorEdge T3 ("Purple"), das aus einem Set mehrerer Festplatten in der Größe eines herkömmlichen Personal-Computers besteht. Das System kann bis zu 88 Terabyte speichern. "Es handelt sich um einen Markt im Umfang von mehreren Milliarden Dollar für Sun. Und wir werden dort voraussichtlich die kommenden Jahre am stärksten wachsen", sagte Sun-Chef Ed Zander.

Das 1982 vom Deutschen Andreas von Bechtolsheim an der kalifornischen Elite-Universität Stanford mitbegründete Unternehmen Sun (Stanford University Network) hat in den vergangenen zehn Jahren vor allem gute Geschäfte mit Server-Computern gemacht, die unter dem selbst entwickelten Unix-System Solaris laufen. Seit 1995 ist Sun die treibende Kraft für die Verbreitung der Programmiersprache Java, mit der Sun die Vormachtstellung des Softwarekonzerns Microsoft brechen will.